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Fünf EU-Forschungsmissionen auf den Weg gebracht

Kommission legt Umsetzungspläne vor
Mitarbeiter in Schutzkleidung im Labor

Fünf EU-Missionen für fünf globale Herausforderungen

© Westend 61 / Getty Images

Die Kommission hat kürzlich im Rahmen des EU-Rahmenprogramms für Innovation und Forschung fünf sogenannte "Missionen" gestartet, die die weltweiten Herausforderungen Klimawandel, Krebs, Gewässer, Böden und Stadtentwicklung in Angriff nehmen sollen. Es gibt dabei auch Beteiligungsmöglichkeiten für Unternehmen.

Das neue Instrument der "Mission" soll mit einer Reihe von Aktivitäten wie Forschungs- und Innovationsprojekten sowie politischen Maßnahmen und Gesetzgebungsinitiativen bewirken, dass konkrete Ziele mit großer gesellschaftlicher Wirkung innerhalb eines festen Zeitplans erreicht werden.

Die EU-Missionen zielen darauf ab, bis 2030 Lösungen für die folgenden fünf globalen Herausforderungen vorzulegen:

  • Anpassung an den Klimawandel: mindestens 150 europäische Regionen und Gemeinschaften bei ihren Anstrengungen unterstützen, bis 2030 klimaresilient zu werden;
  • Krebs: mithilfe des europäischen Plans zur Krebsbekämpfung die Lebensqualität von mehr als drei Millionen Menschen bis 2030 durch Prävention, Heilung und Lösungen für ein längeres und besseres Leben erhöhen;
  • Ozeane und Gewässer bis 2030 wiederbeleben;
  • 100 klimaneutrale und intelligente Städte bis 2030;
  • ein "Boden-Deal" für Europa: 100 "Living Labs" und sogenannte Leuchtturmbetriebe für die Gesundung der Böden bis 2030.

Über "Horizont Europa" wird die Europäische Kommission bis 2023 eine Anschubfinanzierung von bis zu 1,9 Milliarden Euro für die Missionen bereitstellen.

Für jede Mission wurde ein Umsetzungsplan vorgelegt. Daraus folgen diverse Ausschreibungen, über die sich Unternehmen auf Fördergelder bewerben können. Beispielsweise soll für die Mission "Anpassung an den Klimawandel" eine Plattform zur Unterstützung und Koordinierung der Durchführung eingerichtet werden.

Im Zeitraum 2021 bis 2023 werden im Rahmen des Programms "Horizont Europa" 368,36 Millionen Euro bereitgestellt. Die Mission wird mit 60 bis 100 Regionen starten.

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Christopher Gosau Referatsleiter Europäische Wirtschaftspolitik