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Green Bonds im Umfang von zwölf Milliarden Euro ausgegeben

EU-Kommission platziert erste grüne Anleihe aus Corona-Aufbaufonds
Euros-Geldscheine bilden einen Tunnel

Die weltweit größte Emission einer grünen Anleihe

© NiseriN / iStock / Getty Images

Am 12. Oktober hat die Europäische Kommission die erste grüne Anleihe erfolgreich ausgegeben. Es ist laut Kommission die bislang weltweit größte ihrer Art, mit einer Laufzeit von 15 Jahren. Die eingenommenen 12 Milliarden Euro sollen ausschließlich in grüne und nachhaltige Investitionen in der EU fließen.

Bis Ende 2026 sollen Green Bonds im Wert von bis zu 250 Milliarden Euro ausgegeben werden, um Europas Wirtschaft anzukurbeln und den grünen Übergang auch für die Unternehmen zu unterstützen.

Hauptvorteil für Investoren ist, dass klarer wird, welche finanzierungstechnischen Anforderungen an grüne, nachhaltige Investitionen gestellt werden. Außerdem stärkt die aktuelle Anleihe – die vielfach überzeichnet war – das Vertrauen, dass das Geld für diese Investitionen tatsächlich eingeworben werden kann.

Die Emission fand im Anschluss an die Verabschiedung eines "Rahmens für grüne Anleihen" durch die Europäische Kommission im September dieses Jahres statt. Der Rahmen soll Anlegern die Sicherheit geben, dass die mobilisierten Mittel tatsächlich für grüne Investitionen verwendet werden. Die Anleihe wurde zu 39 Prozent von Fondsmanagern gezeichnet. 29 Prozent der Anleger sind in Großbritannien ansässig. Am 4. Februar 2037 ist die Anleihe fällig.

In dem im Juni 2021 veröffentlichten und im September aktualisierten Finanzierungsplan hatte die Kommission angekündigt, dass im Verlauf des Jahres 2021 rund 80 Milliarden Euro in Form von Anleihen aufgebracht werden sollten, zu denen sogenannte kurzfristige EU-Bills noch hinzukommen würden.

Ende September hatte die Kommission die erste Auktion überhaupt für NextGenerationEU-Anleihen – also "grüne" und "nicht-grüne" – durchgeführt und dabei 68,5 Milliarden Euro erzielt.

Zur Finanzierung von NextGenerationEU wird die Europäische Kommission im Namen der EU bis Ende 2026 auf den Kapitalmärkten rund 800 Milliarden Euro aufbringen. Das entspricht einem Kreditvolumen von durchschnittlich rund 150 Milliarden Euro pro Jahr. Damit dies zu den jeweils günstigsten möglichen Konditionen passieren kann, setzt die Kommission auf eine Mischung aus langfristigen und kurzfristigen Emissionen.

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Malte Weisshaar Referatsleiter Steuern in der EU | EU-Haushalt | Energiesteuern

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Moritz Hundhausen
Moritz Hundhausen Referatsleiter Europäische Umwelt- und Rohstoffpolitik