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Konsultation gestartet: Bessere Grundkompetenzen und weniger Schul- und Ausbildungsabbruch

Unternehmen können sich beteiligen
Hand mit einem Bleistift über weißem Blatt Papier

In der EU hat fast jeder fünfte Jugendliche im Alter von 15 Jahren Schwächen in den Basiskompetenzen wie Schreiben oder Lesen

© Dougal Waters / DigitalVisions / Getty Images

Als Grundlage eines Empfehlungsvorschlags für Wege zum schulischen Erfolg, der an die Mitgliedstaaten gehen soll, hat die EU-Kommission Ende Juni eine europaweite Konsultation eröffnet, an der sich auch Ausbildungsunternehmen und Kammern als relevante Akteure der Beruflichen Bildung beteiligen können.

Zahlreiche Jugendliche in der EU sind für die Anforderungen des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes unzureichend qualifiziert. Mangelnde Ausbildungsreife von Schulabgängern stellt Unternehmen vor Herausforderungen bei der Sicherung ihres betrieblichen Fachkräftenachwuchses. Nach Zahlen von Eurostat ist in der EU jeder zehnte 18- bis 24-Jährige entweder ohne Schulabschluss oder ohne abgeschlossene Berufsausbildung nach der Sekundarstufe. Fast jeder fünfte Jugendliche im Alter von 15 Jahren hat Schwächen in den Basiskompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen sowie in den Naturwissenschaften.

Die Empfehlung der Kommission soll sich insbesondere damit beschäftigen, wie Lernende dabei unterstützt werden können, ein Basisniveau in den Grundkompetenzen zu erreichen und welche Möglichkeiten bestehen, ein frühzeitiges Ausscheiden aus der allgemeinen und Beruflichen Bildung zu verhindern sowie Lernende zu ermutigen, die Sekundarstufe II abzuschließen.

Seit vielen Jahren zeigt die DIHK-Ausbildungsumfrage, dass Betriebe auch leistungsschwächeren Schülern eine Ausbildung ermöglichen. Aus der Ausbildungspraxis schildern Unternehmen, dass mangelnde Kenntnisse zum Beispiel in Deutsch, Mathe oder Naturwissenschaften durch Nachhilfe oft ausgeglichen werden können. Interesse am Beruf oder Sozialkompetenzen wie etwa Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Resilienz, die es für ein gemeinsames Arbeiten dringend braucht, könnten hingegen schwerer oder gar nicht in der betrieblichen Ausbildung nachgeholt werden.

Die Konsultation ist bis zum 30. September geöffnet. Es handelt sich um einen vorstrukturierten Fragebogen mit sieben Fragen, der auch in deutscher Sprache verfügbar ist.  

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Barbara Fabian Referatsleiterin EU-Bildungspolitik