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Nachhaltige Finanzierung: EU-Kommission veröffentlicht neue Pläne

Auf Unternehmen könnten neue Offenlegungspflichten zukommen
Grüne Jungpflanzen wachsen aus Münzgeld

Brüssel will vor allem für kleine und mittlere Unternehmen den Zugang zu nachhaltigen Finanzmitteln erleichtern

© manusapon kasosod / Moment / Getty Images

Die EU-Kommission hat am 6. Juli weitere Schritte und Vorhaben zur nachhaltigen Gestaltung des Finanzsektors präsentiert. Neben einer neuen EU-Strategie für ein nachhaltiges Finanzwesen umfassen sie auch einen Vorschlag für einen EU-Standard für grüne Anleihen und einen Delegierten Rechtsakt zu Artikel 8 der EU-Taxonomie.

Die neue Strategie der Kommission steht ganz im Zeichen der Förderung der Ziele aus dem Green Deal. Dazu soll der Zugang zu nachhaltigen Finanzmitteln laut EU-Kommission – gerade auch für kleine und mittlere Unternehmen – erleichtert werden. Konkret bedeutet dies etwa, dass mit der Strategie der bisherige Instrumentenrahmen erweitert werden soll. Insgesamt will die Kommission die Finanzbranche mit der neuen Strategie noch stärker in die Förderung der europäischen Nachhaltigkeitsziele einbinden.

Mit dem ebenfalls am 6. Juli präsentierten Vorschlag eines europäischen Standards für grüne Anleihen sollen laut Kommission nachhaltige Investitionen in der EU weiter gefördert und sogenanntes Greenwashing verhindert werden. Genauer gesagt sollen mit dem neuen Verordnungsvorschlag sowohl der Nachweis als auch die Erkennbarkeit nachhaltiger Finanzprojekte beziehungsweise Investitionen erleichtert werden. Dazu sieht der Vorschlag etwa umfassende Informationspflichten über die Verwendung von Ausschüttungen vor. Ferner sollten laut EU-Kommission etwa aus entsprechenden Green Bonds generierte Gelder ausschließlich für Taxonomie-konforme Projekte verwendet werden.

Der abschließend am 6. Juli durch die Kommission beschlossene Rechtsakt bezüglich Art. 8 der EU-Taxonomie sieht neue Pflichten für Unternehmen zu Nachhaltigkeitsinformationen gegenüber Investoren vor, deren Art und Umfang jedoch je nach Unternehmen variieren. Betroffen seien etwa das Vermögen oder betriebliche Aktivitäten, so die Kommission. Abschließend prüfen nun das EU-Parlament und der Rat den Delegierten Rechtsakt.

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Moritz Hundhausen
Moritz Hundhausen Referatsleiter Europäische Umwelt- und Rohstoffpolitik