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NIS 2.0 | Maßnahmen für mehr Cybersicherheit in der EU

Daten, Systeme und Infrastrukturen werden immer wesentlicher für die Wettbewerbsfähigkeit und in Einzelfällen sogar generell für den Fortbestand von Unternehmen. Einzelne Wirtschaftsbereiche sind besonders wichtig für die Funktionsfähigkeit der gesamten Wirtschaft. Die Europäische Kommission will mit der überarbeiteten Richtlinie zur Sicherheit von Netz- und Informationssystemen (NIS 2) den gestiegenen Anforderungen an ein höheres Niveau an Cybersicherheit gerecht werden.

Um dies zu erreichen, soll der Anwendungsbereich der Richtline erheblich erweitert werden. Sie soll insbesondere auch für mittlere und große Unternehmen weiterer Sektoren gelten, die aufgrund ihrer Kritikalität für Wirtschaft und Gesellschaft wesentlich oder wichtig sind. Diese Unternehmen sollen Cybersicherheitsvorfälle innerhalb einer Frist melden und nachfolgend einen Bericht erstatten.

Auch vorgesehen ist die Möglichkeit für die Mitgliedstaaten, eine Pflicht zur Nutzung cybersicherheitszertifizierter Produkte einzuführen. Werden diese Regeln nicht eingehalten, so sind hohe Strafen vorgesehen.  

Kommissionsvorschlag: 16. Dezember 2020

Akteure: 

Federführender Ausschuss im Europäischen Parlament: Industrieausschuss (ITRE)
Berichterstatterin: Bart Groothuis (NL/Renew)

Zeitplan: Das Europäische Parlament hat im Oktober seine Position im Plenum abgestimmt. Der Europäische Rat konnte eine Einigung Anfang Dezember erzielen. Nun stehen die Trilogverhandlungen zwischen Rat, Parlament und Kommission unter französischer Ratspräsidentschaft bevor.

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