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Rechtsausschuss legt Forderungen zur Überarbeitung der Nachhaltigkeitsberichterstattung fest

Ausweitung des Anwendungsbereichs und des Inhalts der Berichterstattung

Auf dem Weg zur Erreichung der Pariser Klimaziele sowie des Green Deals macht der Europäische Gesetzgeber nunmehr ernst

© Jon Feingersh Photography Inc / DigitalVision / Getty Images

Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments hat über die Änderungen an der so genannten CSR-Richtlinie beziehungsweise dem Entwurf einer Richtlinie zur Änderung der Richtlinien 2013/34/EU, 2004/109/EG und 2006/43/EG und der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen entschieden.

Aus Sicht des Rechtsausschuss des EU-Parlaments sollen alle großen Unternehmen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet werden. Auch Unternehmen aus Drittstaaten, die auf dem europäischen Markt aktiv sind, sollen grundsätzlich entsprechende Informationen offenlegen. Kleine und mittlere Unternehmen können, die noch zu entwickelnden europäischen Standards auf freiwilliger Basis befolgen. Die neuen Berichtspflichten sollen ein Jahr später als vom Richtlinienentwurf vorgesehen verbindlich werden. Geht es nach dem Rechtsausschuss, müssten die ersten Berichte demnach für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2024 starten, erstellt werden.

Die EU-Kommission wird zudem aufgefordert, für bestimmte Hochrisiko-Sektoren, unter anderem Textilbranche, Landwirtschaft zusätzliche Berichtspflichten zu entwickeln. Der Beschlusstext liegt noch nicht in konsolidierter Form vor.

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Annika Böhm Referatsleiterin Gesellschafts- und Bilanzrecht

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Philipp Nüßlein Referatsleiter Grundsatzfragen der Außenwirtschaftspolitik