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Strategie zur Verbesserung und Modernisierung der Berichterstattung vorgelegt

Erleichterungen für Finanzunternehmen geplant
Gläserne Hochhausfassaden

Das Ziel ist Bürokratieabbau für Unternehmen

© EschCollection / Stone / Getty Images

Die EU-Kommission hat eine neue Strategie zur Verbesserung und Modernisierung der Finanzberichterstattung in der EU vorgelegt. Die Strategie bezieht sich auf die Meldepflichten von Finanzunternehmen, das heißt Kredit-/Finanzinstitute, Versicherungen und Vermögensverwalter, erfasst aber auch die Berichtspflichten der Marktmissbrauchsverordnung. Sie knüpft an die Mitteilung der Kommission über eine Strategie für ein digitales Finanzwesen in der EU an.

Ziel der neuen Strategie ist es, den Aufsichtsbehörden auf EU- und nationaler Ebene genaue, kohärente und zeitnahe Daten zur Verfügung stellen zu können. Gleichzeitig sollen aber auch der Aufwand, der bei Finanzinstituten durch die Finanzberichterstattung entsteht, gesenkt und Doppelmeldungen vermieden werden. Dies will die Kommission unter Einbindung bereits erfolgter oder noch zu erteilender Mandatierungen der europäischen Aufsichtsbehörden EBA, ESMA und EIOPA erreichen.

Die Strategie umfasst laut der Mitteilung vier Säulen und soll unter anderem auf gemeinsamen Normen, Formaten und Regeln beruhen, den Austausch und die Weiterverwendung gemeldeter Daten zwischen den Aufsichtsbehörden erleichtern, Leitlinien für die Berichtspflichten der Unternehmen an Aufsichtsbehörden entwickeln sowie eine bessere Koordinierung und engere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Aufsichtsbehörden und anderen Interessenträgern ermöglichen. Diese Strategie steht auch indirekt in Zusammenhang mit dem Vorhaben der EU für ein European Single Access Point (ESAP).


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Porträtbild Annika Böhm, Referatsleiterin Gesellschafts- und Bilanzrecht
Annika Böhm Referatsleiterin Gesellschafts- und Bilanzrecht