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Umsetzung von Basel-III

Annahme einer überarbeiteten Fassung der EU-Bankenvorschrift
Bankenviertel Frankfurt am Main?

Die Banken in Europa müssen sich auf neue Regeln einstellen

© Europäische Union, 2017

Die Europäische Kommission hat am 27. Oktober eine überarbeitete Fassung der EU-Bankenvorschrift angenommen. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit der Banken gegenüber wirtschaftlichen Schocks zu stärken, ohne die Eigenkapitalanforderungen deutlich zu erhöhen.

Mit dem vorgelegten Paket wird die internationale Basel-III-Vereinbarung vollständig umgesetzt, wobei den Besonderheiten des EU-Bankensektors, beispielsweise hinsichtlich Hypotheken mit geringem Risiko, Rechnung getragen werden soll.

Konkret umfasst die überarbeitete Fassung der EU-Bankenvorschrift Vorschläge zur Änderung der Eigenkapitalrichtlinie, zur Änderung der Eigenkapitalverordnung und zur Änderung der Eigenkapitalverordnung im Bereich der Abwicklung (den sogenannten "Daisy Chain"- oder "Kettenstruktur"-Vorschlag).

Das Paket soll insbesondere sicherstellen, dass die Banken bei der Berechnung ihrer Eigenkapitalanforderungen die Risiken regelkonform ansetzen und genügend Kapital zur Deckung ihrer Risiken vorhalten. Infolgedessen soll der Vergleich der risikobasierten Eigenkapitalquoten erleichtert, das Vertrauen in diese Quoten und in die Solidität des Sektors insgesamt gestärkt werden.

Daneben beinhaltet das Paket schwerpunktmäßig die Stärkung der Widerstandsfähigkeit des Bankensektors gegen Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken. Die Banken werden hierbei verpflichtet, solche Risiken systematisch zu ermitteln, offenzulegen und zu steuern. Dadurch soll auch Nachhaltigkeitsaspekten Rechnung getragen wird.

Zudem werden den für die Beaufsichtigung von Banken in der Europäischen Union zuständigen Aufsichtsbehörden stärkere Instrumente an die Hand gegeben, um eine solide Verwaltung der Banken und einen besseren Schutz der Finanzstabilität zu gewährleisten. 

Die Pressemitteilung der Europäischen Kommission finden Sie hier.

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Christopher Gosau Referatsleiter Europäische Wirtschaftspolitik