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Verringerung von CO2-Emissionen im Straßenverkehr

Konsultation zur Überprüfung der Emissionsnormen für schwere Nutzfahrzeuge bis 14. März
Autobahn neben Containerhafen

Im Fokus: Busse und Lkws

© Adkasai / iStock / GI Plus

Um die ambitionierten europäischen Klimaziele 2030 und 2050 zu erreichen, sollen die durch den Straßenverkehrssektor verursachten Emissionen deutlich gesenkt werden. Laut der Europäischen Kommission werden etwa 21 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen in der EU durch den Straßenverkehrssektor verursacht. Für rund 6 Prozent sind allein schwere Nutzfahrzeuge verantwortlich.

Die durchschnittlichen CO2-Emmissionsnormen werden in der "Verordnung für schwere Nutzfahrzeuge" geregelt. Die Vorschriften gelten für schwere Nutzfahrzeuge über 16 Tonnen ab 2025 und werden ab 2030 verschärft.

Eine in der Verordnung enthaltene Überprüfungsklausel sieht vor, dass die Kommission bis Ende 2022 die Wirksamkeit der in der Verordnung enthaltenen Maßnahmen überprüft und gegebenenfalls Änderungsvorschläge macht, die sich auch auf die von Unternehmen im Gütertransport genutzten Nutzfahrzeuge auswirken können. Zu diesem Zweck sollen nun in einer öffentlichen Konsultation verschiedene Bestimmungen der Verordnung hinsichtlich der nachfolgenden Optionen untersucht werden:

  • die Strenge der CO2-Emissionsziele (Ziele und Zeitpunkt);
  • die mögliche Ausweitung des Anwendungsbereichs der Verordnung auf weitere schwere Nutzfahrzeuge;
  • Art   und   Angemessenheit   eines   Mechanismus   zur   Schaffung   von   Anreizen   für   emissionsfreie   und emissionsarme Fahrzeuge;
  • Angemessenheit eines neuen Mechanismus zur Berücksichtigung des möglichen Beitrags erneuerbarer und CO2-armer Kraftstoffe bei der Ermittlung, inwieweit die Hersteller ihre Zielvorgaben erfüllen;
  • weitere Optionen zur Unterstützung einer kosteneffizienten Umsetzung der Normen, etwa durch Bildung von Emissionsgemeinschaften oder durch Ausnahmen für Kleinserienhersteller, und
  • die Möglichkeit, die Einnahmen aus Geldbußen einem spezifischen Fonds oder Programm zuzuweisen, um einen gerechten Übergang für die Menschen und Regionen zu gewährleisten, die am stärksten von den durch den Übergang zur Klimaneutralität hervorgerufenen Veränderungen betroffen sind.

Die Konsultation läuft bis zum 14. März 2022.


Kontakt

Porträtfoto Steffen von Eicke
Steffen von Eicke Referatsleiter Digitaler Binnenmarkt, Regionale Wirtschaftspolitik, EU-Verkehrspolitik