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Vorschlag eines EU-Rechtsakts gegen Entwaldung präsentiert

Zusätzliche Pflichten für Unternehmen
Gerodetes Waldstück

Neue Pflichten kommen auf die Betriebe zu

© Tahreer Photography / Moment / Getty Images

Die Europäische Kommission hat am 17. November eine produktbezogene Verordnung gegen Entwaldung und Waldschädigung vorgeschlagen. Darin vorgesehen sind Sorgfaltspflichten für betroffene Unternehmen zur Vermarktung erfasster Produkte in der EU. Der Vorschlag geht auf den Green Deal zurück.

Umfasste Produkte sind Soja, Rindfleisch, Palmöl, Holz, Kaffee und Kakao, darüber hinaus abgeleitete Produkte wie Schokolade, Leder oder Möbel. Gummi ist zunächst nicht vom Vorschlag erfasst.

Unternehmen, die diese Produkte in der EU vermarkten wollen, müssten nach den Plänen der EU-Kommission eine verbindliche Sorgfaltspflicht erfüllen. Diese umfasst die Erfassung beziehungsweise Sammlung von Koordinaten der Herkunftsgebiete der Produkte.

Der jeweils genaue Umfang der Kontroll- und Berichtspflichten der Unternehmen soll schließlich auch von der Einordnung des jeweiligen Bezugslandes in einer Art Benchmark-System der Kommission abhängen: niedriges, mittleres oder hohes Risiko der Entwaldung durch die Produktion oder fehlende Übereinstimmung mit den dortigen nationalen Vorgaben. Bei Verstößen drohen Vermarktungsverbote. Im nächsten Schritt müssen sich nun EU-Parlament und Rat mit dem Vorschlag befassen.

Kontakt

Moritz Hundhausen
Moritz Hundhausen Referatsleiter Europäische Umwelt- und Rohstoffpolitik