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Außenwirtschaftsreport

2020: Corona-Krise bewirkt Einbruch bei Ursprungszeugnis & Co.
Corona-Chart transparent vor Skyline

Covid-19 stellt auch die Exportwirtschaft vor große Probleme

© NicoElNino / iStock / Getty Images Plus

Mit dem DIHK-Außenwirtschaftsreport legt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag seit 2009 regelmäßig eine Einschätzung zum außenwirtschaftlichen Umfeld und zu Handelsbeschränkungen vor. Grundlage für den Report ist eine Umfrage unter den 79 IHKs mit ihren jährlich mehr als 500.000 Kontakten zu international agierenden Unternehmen.

Die Anfang Oktober vorgelegte Erhebung von 2020 zeigt, dass infolge der Corona-Pandemie der weltweite Verkehr von Gütern und Waren massiv eingebrochen und entsprechend auch die Ausstellung von Dokumenten für den Warenverkehr merklich zurückgegangen ist.

Pandemie bremst den internationalen Warenverkehr

Konkret sank die Zahl der von den IHKs ausgestellten Ursprungszeugnisse (UZ) – also der Dokumente, die Auskunft über den Ursprung von Waren geben – im April 2020 um mehr als 18 Prozent gegenüber dem Vormonat. Auch auf Jahressicht zeichnete sich ein deutlicher Rückgang ab.

Von den sogenannten Carnets – das sind zeitlich befristete Reisepässe für Waren, die nur vorübergehend, beispielsweise für Ausstellungszwecke, ins Ausland gehen – stellten die IHKs im zweiten Quartal 2020 sogar 73 Prozent weniger aus als im Vorjahreszeitraum.

Denn: Wenn Monteure nicht mehr ins Ausland reisen können und internationale Messen, Sport-Events und Kulturveranstaltungen ausfallen, gehen auch weniger temporär befristete Ausfuhren von Waren, Maschinen und Werkzeugen über die Grenze.

UZ-Nachfrage steigt mit wachsendem Protektionismus

Bei den Ausstellungszahlen des ersten Halbjahres 2020 überlagert sich der Einbruch des Welthandels allerdings mit einem anderen Trend: So können UZ in Zeiten weltweiter Handelshemmnisse etwa dabei helfen, Strafzölle zu vermeiden. Vor dem Hintergrund wachsender Hürden im internationalen Warenverkehr hatten die IHKs 2019 mehr als 1,5 Millionen dieser Dokumente ausgestellt – ein Rekordwert.

Zunehmend digital

Gleichzeitig nutzen gerade in der Corona-Krise immer mehr Unternehmen mit der neuen Anwendung "eUZ-Web" die Möglichkeit, Ursprungszeugnisse digital zu beantragen. Mehr darüber und viele weitere Informationen können Sie der aktuellen Umfrage entnehmen:

DIHK-Außenwirtschaftsreport 2020 (PDF, 812 KB)

Die vorangegangene Untersuchung steht noch hier zum Download bereit:

DIHK-Außenwirtschaftsreport 2019 (PDF, 712 KB)

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Melanie Vogelbach Bereichsleiterin Internationale Wirtschaftspolitik, Außenwirtschaftsrecht

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Steffen Behm Referatsleiter Zoll