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G7: Herausforderungen für eine Weltwirtschaft im Umbruch

Wirtschaftsprioritäten für die deutsche G7-Präsidentschaft und ein souveränes Europa

Die sieben Partner repräsentieren rund die Hälfte des weltweiten Bruttoinlandsproduktes

© Bet-Noir / iStock / Getty Images Plus

Zunehmender Protektionismus, Lieferkettenbelastungen, Entkopplungstendenzen und veraltete Handelsregeln belasten Unternehmen weltweit. Globale Institutionen wie die Welthandelsorganisation (WTO), aber auch die EU nach dem Brexit, können die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft nur bedingt verbessern. Ein guter Zeitpunkt für die deutsche G7-Ratspräsidentschaft, drängende internationale Wirtschaftsthemen aktiv anzugehen.

Seit 2015, dem Jahr des letzten G7-Gipfels in Deutschland, hat sich die Weltwirtschaft stark verändert, nicht zuletzt durch die Corona-Krise und veränderte geopolitische Entwicklungen. In DIHK-Umfragen wie etwa  "Going International" berichtet schon seit Langem ein Großteil der weltweit aktiven deutschen Unternehmen von zunehmenden Hürden im Handel. Umso wichtiger ist eine ehrgeizige G7-Präsidentschaft , die diese für die Betriebe wichtigen Themen anpackt. Immerhin stehen die G7-Staaten für die Hälfte des Welt-Bruttoinlandsproduktes, und ihre Entscheidungen sind relevant für die Wirtschaft.

Eine moderne Welthandelsordnung und eine souveräne EU

Aus Wirtschaftssicht gehören dazu Impulse für die wirtschaftliche Überwindung der Corona-Krise und für die globale Nachhaltigkeit. Es sollte aber auch darum gehen, die regelbasierte Welthandelsordnung wieder herzustellen und deren Modernisierung voranzutreiben. Mit der Multilateralismus- Allianz und dem entsprechenden Weißbuch hat Deutschland hierzu bereits gute Vorarbeit geleistet.

Eine erfolgreiche deutsche G7-Präsidentschaft setzt eine wettbewerbsfähige und wirtschaftspolitisch souveränere EU voraus, die mit den wichtigsten Handelspartnern auf Augenhöhe und möglichst mit einer Stimme spricht. Dabei ist klar, dass der Ansatz der sogenannten offenen strategischen Autonomie innerhalb der EU sowie gegenüber wichtigen Handelspartnern so inklusiv wie möglich, aber auch so effektiv und handlungsfähig wie nötig sein sollte.

Die deutsche G7-Präsidentschaft 2022 steht unter dem Motto "Fortschritte für eine gerechte Welt".

Ihre Ziele sind:

  • Starke Allianzen für einen nachhaltigen Planeten
  • Weichenstellungen für wirtschaftliche Stabilität und Transformation
  • Starke Vorsorge für ein gesundes Leben
  • Nachhaltige Investitionen in eine bessere Zukunft
  • Gemeinsamer Einsatz für ein starkes Miteinander

Details gibt es im Programm der G7-Präsidentschaft. Der G7-Gipfel 2022 findet vom 26. bis zum 28. Juni in Schloss Elmau in den bayerischen Alpen statt. 

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Porträtfoto Volker Treier
Dr. Volker Treier Außenwirtschaftschef | Mitglied der Hauptgeschäftsführung

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Mann im Haus der Deutschen Wirtschaft
Klemens Kober Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen