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23.06.2020 | Antragsverfahren für lokale Frequenznutzungen im Bereich 3.700 bis 3.800 MHz

Webinar am 23. Juni mit Meik Gawron, Bundesnetzagentur (BNetzA)

Die BNetzA hat 100 MHz Frequenzbandbreite im Bereich von 3,7 bis 3,8 GHz exklusiv für Campusnetze reserviert, die im Wege eines Vergabeverfahrens berechtigten Antragstellern zugeteilt werden können. Diese Frequenzen werden also nicht versteigert, allerdings fällt eine Lizenzgebühr für ihre Nutzung an.

In seinem Vortrag informierte Meik Gawron über die Berechnung dieser Gebühr, die Frage, wer solche Frequenzen nutzen kann und was getan werden muss, um eine entsprechende Lizenz zu erhalten. Dabei gilt grundsätzlich ein Verhandlungsgebot für Lizenzinhaber, um gegenseitige Störungen der Netze zu vermeiden. Mit dem Antrag bei der BNetzA muss laut Gawron ein Frequenznutzungskonzept vorgelegt werden. Zudem gibt es eine Grundstücksbindung, um Konkurrenzangebote zu den öffentlich verfügbaren Mobilfunknetzen zu vermeiden.

Die BNetzA teilt die Frequenzen nach seiner Aussage nach dem "use it or loose-it"-Prinzip zu: Wenn nicht innerhalb eines Jahres mit der Nutzung begonnen werde und nicht glaubhaft gemacht werden könne, dass konkrete Planungen zur Nutzung liefen, könne die Frequenzzuteilung durch die BNetzA widerrufen werden.

Die Frequenzzuteilung erfolgt für zehn Jahre und kann in der Regel problemlos verlängert werden. Bislang wurden circa 50 Frequenzen zugeteilt (plus 50 Testfrequenzen). Das Antragsverfahren soll Ende des Jahres 2020 evaluiert werden.

Details enthält die Präsentation zum Vortrag, die hier zum Download zur Verfügung steht:
Antragsverfahren für lokale Frequenznutzungen im Bereich 3.700 bis 3.800 MHz. (PDF, 242 KB)