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Die bisherigen Termine im Rückblick

Hier finden Sie eine kleine Rückschau auf die bereits gelaufenen Webinare:

Webinar am 2. September mit Dr. Claudius Noack Lufthansa Industry Solutions AS GmbH 

Dr. Claudius Noack beleuchtete in seinem Praxisbericht realisierte Anwendungsfälle bei der Lufthansa Technik ein und gab einen Einblick in die konkreten Erfahrungen seines Unternehmens bei Aufbau und Nutzung von 5G-Campusnetzen.Schwerpunkt seines Berichtes waren zum einen die expliziten Ergebnisse, die mit dem aufgebauten 5G-Campusnetz erzielt wurden, zum anderen auch die aktuell noch nicht realisierbaren Leistungsversprechen. Zudem gab er Tipps und Hinweise, wie man schrittweise vorgehen sollte, wenn über den Einsatz von 5G-Campusnetzen im Unternehmen nachgedacht wird und wie man diese gemeinsam mit Partnern erfolgreich realisieren kann.

Die Präsentation zum Vortrag gibt es hier zum Download:
5G-Campusnetz der Lufthansa Technik (PDF, 7 MB)

Webinar am 24. Juni mit Dr. Bernd Sörries, Head / Regulation and Competition, WIK-Consult GmbH

Dr. Bernd Sörries ging in seinem Vortrag darauf ein, dass vor dem Einsatz von 5G die vielfältigen technischen Möglichkeiten und alternativen Funktechnologien anhand einer strukturierten Kosten-Nutzen-Analyse geprüft werden sollten. Erst ein betriebsspezifischer 5G-Geschäftsplan zeige, ob 5G nachhaltig die Digitalisierung treiben könne. Dabei sollte man sich zuvor mit grundlegenden Fragen befassen: Passt 5G zur Bestandsinfrastruktur? Welche Realisierungsvariante entspricht den jeweiligen Bedürfnissen? Für welche Anwendungen wird das 5G Netz benötigt? Wie tief soll die Integration in die Steuerungssysteme sein? "Einsteiger" sollten sich nach seiner Empfehlung zunächst langsam mit Testanwendungen an das Thema herantasten und stetig dazulernen.

Die Präsentation zum Vortrag gibt es hier zum Download:
Vorgehensweise zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit des Einsatzes von 5G für Unternehmen (PDF, 684 KB)

Webinar am 23. Juni mit Meik Gawron, Bundesnetzagentur (BNetzA)

Die BNetzA hat 100 MHz Frequenzbandbreite im Bereich von 3,7 bis 3,8 GHz exklusiv für Campusnetze reserviert, die im Wege eines Vergabeverfahrens berechtigten Antragstellern zugeteilt werden können. Diese Frequenzen werden also nicht versteigert, allerdings fällt eine Lizenzgebühr für ihre Nutzung an.

In seinem Vortrag informierte Meik Gawron über die Berechnung dieser Gebühr, die Frage, wer solche Frequenzen nutzen kann und was getan werden muss, um eine entsprechende Lizenz zu erhalten. Dabei gilt grundsätzlich ein Verhandlungsgebot für Lizenzinhaber, um gegenseitige Störungen der Netze zu vermeiden. Mit dem Antrag bei der BNetzA muss laut Gawron ein Frequenznutzungskonzept vorgelegt werden. Zudem gibt es eine Grundstücksbindung, um Konkurrenzangebote zu den öffentlich verfügbaren Mobilfunknetzen zu vermeiden.

Die BNetzA teilt die Frequenzen nach seiner Aussage nach dem "use it or loose-it"-Prinzip zu: Wenn nicht innerhalb eines Jahres mit der Nutzung begonnen werde und nicht glaubhaft gemacht werden könne, dass konkrete Planungen zur Nutzung liefen, könne die Frequenzzuteilung durch die BNetzA widerrufen werden.

Die Frequenzzuteilung erfolgt für zehn Jahre und kann in der Regel problemlos verlängert werden. Bislang wurden circa 50 Frequenzen zugeteilt (plus 50 Testfrequenzen). Das Antragsverfahren soll Ende des Jahres 2020 evaluiert werden.

Details enthält die Präsentation zum Vortrag, die hier zum Download zur Verfügung steht:
Antragsverfahren für lokale Frequenznutzungen im Bereich 3.700 bis 3.800 MHz. (PDF, 242 KB)

Webinar am 17. Juni mit Eike Gutt und Dr. Anna Beck, Leitung Mobilfunk, atene KOM GmbH

Eike Gutt und Dr. Anna Beck gingen auf die physikalischen Ausbreitungsbedingungen von Funkwellen ein, die abhängig von ihrer Frequenz die Zellgröße beeinflussen: Je höher die Frequenz, desto höher ist die Dämpfung der Signale pro Abstandskilometer von der Basisstation.

Das bedeutet, dass niedrige Frequenzen eine gute räumliche Abdeckung über in der Regel große Funkzellen ermöglichen, während höhere Frequenzen eher kleine Versorgungsradien haben. Für den Mobilfunk zugewiesen Frequenzen kann man grob in drei Bereiche (700 bis 900-MHz-Bänder; 3,5-GHz-Band; Millimeter-Wellen-Bereich (26-GHz-Band) unterteilen.

Nach einer Beschreibung dieser drei Frequenzbereiche gingen die Referenten detailliert auf die neu geschaffenen Möglichkeiten für die individuelle Frequenznutzung durch Campusnetze im 3.7-8-GHz-Band und zukünftig im 26-GHz-Band ein.

Hier finden Sie die Präsentation zum Download:
Frequenztechnische Aspekte von 5G NR (PDF, 1 MB)

Webinar am 10. Juni mit Hartmut Fiedler, Vorstand Mugler AG

Hartmut Fiedler weist in seinem Vortrag darauf hin, dass man sich bei der Zusammenarbeit mit einem externen Umsetzungspartner breit am Markt orientieren sollte.

Vor der technischen Implementierung sollte man auch die grundsätzliche Entscheidung treffen, ob man eine proprietäre Lösung einsetzen möchte oder ob eine offene Lösung nach dem OpenRAN-Standard interessant sein könnte.

In seiner Präsentation sind einige Anbieter aufgeführt:

Technische und organisatorische Aspekte von 5G-Campusnetzen (PDF, 1 MB)

Webinar am 5. Juni mit Korbinian Kraus, PWC für das Gigabitbüro des Bundes

Korbinian Kraus ging in seinem Überblicksvortrag unter anderem auch darauf ein, wie Unternehmen sich dem Thema 5G-Campusnetze nähern sollten.

An erster Stelle sollte die Frage beantwortet werden, in welchen Anwendungsbereichen im Unternehme sich der Einsatz von 5G lohnt (wird damit ein Problem gelöst, wird die Effizienz gesteigert, gibt es neue Geschäftsmodelle). Dies sollte durch ein Projektteam untersucht werden, das eng mit den Fachabteilungen zusammenarbeitet. Dieses sammelt geeignete Usecases, prüft unterschiedliche Technologieoptionen und nimmt Kontakt zu Lösungsanbietern auf.

Man sollte mit kleinen Projekten Erfahrungen sammeln und Akzeptanz im Unternehmen schaffen, auch wenn in der aktuellen Standardisierungsphase noch nicht alle Funktionalitäten bei den Endgeräten verfügbar sind.

Hier gibt es die Präsentation zum Download:
Gigabitausbau: Zukunft 5G-Campusnetze (PDF, 1 MB)