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…Unternehmensgründungen, -wachstum und -finanzierung fördern.

Der oftmals schwierige Zugang zu privatem Beteiligungskapital ist nach wie vor eine hohe Hürde für viele gerade auch innovative Start-ups. Bessere Rahmenbedingungen für Wachstumskapital sind dringend notwendig. Die fehlende gesetzliche Steuertransparenz von Wagniskapitalfonds und der anteilige, gegebenenfalls sogar vollständige Untergang von Verlustvorträgen bei Einstieg eines neuen Investors (sogenanntes Mantelkaufverbot) sind entscheidende Hemmnisse, die die Politik angehen sollte. Das Mantelkaufverbot wurde zwar in der letzten Legislaturperiode etwas entschärft. Die Bedingungen, unter denen ein Investor in ein Unternehmen einsteigen darf, ohne dass die Verlustvorträge (anteilig) entfallen, entsprechen jedoch nicht der unternehmerischen Wirklichkeit. Insbesondere muss der Geschäftsbetrieb so lange unverändert fortgeführt werden, bis die übernommenen Verluste durch Gewinne ausgeglichen sind. Dies widerspricht jedoch oft der betriebswirtschaftlichen Realität vieler junger und innovativer Unternehmen. Das bereits im Koalitionsvertrag 2013 angekündigte Wagniskapitalgesetz ist daher dringend notwendig. Es sollte die genannten Unsicherheiten beseitigen und unter anderem die Regelung zum Verlustvortrag so ändern, dass sie nur noch Fälle erfasst, in denen ein tatsächlicher Missbrauchsfall ("Mantelkauf") vorliegt, weil nach dem Eigentümerwechsel in kurzem zeitlichen Abstand auch der Geschäftszweck erheblich geändert wird.