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Wasserstoff: Märkte, Pläne, Potenziale

DIHK, IHKs und AHKs informieren und fördern Kooperationen
3D-Modelle von Wasserstoffmolekülen

Mit zwei Atomen in die Zukunft? Wasserstoff gilt als Problemlöser in der Energiewende

© peterschreiber.media / iStock / Getty Images Plus

Ob als Energieträger, als Einsatzstoff oder als Exporttechnologie: Das Top-Thema "grüner Wasserstoff" ist für deutsche Unternehmen in verschiedenster Hinsicht von enormem Belang. Die IHK-Organisation befasst sich intensiv mit den nationalen und internationalen Aspekten der H2-Versorgung.

Bei seiner Sitzung am 2. Dezember 2020 stellte sich das Klimakabinett der Bundesregierung hinter das neue Ziel der Europäischen Union, die CO2-Emissionen in der Union bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent (bislang 40 Prozent) gegenüber 1990 zu senken.

Diese ambitionierte Aufgabe wird ohne den breiten Einsatz von "grünem Wasserstoff" kaum zu bewältigen sein, also von Wasserstoff, der unter Verwendung regenerativer Energien gewonnen wird. Doch Deutschland wird seinen Bedarf an CO2-neutralem und bezahlbarem H2 auf absehbare Zeit nicht allein aus heimischer Produktion decken können.

Internationale Kooperationen nötig

Vor diesem Hintergrund hatte beispielsweise das Projekt Chambers for GreenTech im Auftrag der DIHK Service GmbH, des Bundesumwelt- und des Bundeswirtschaftsministeriums am 2. Dezember zu der Online-Veranstaltung "Internationale Märkte und Kooperationen für grünen Wasserstoff" eingeladen.

Dort erörterten Vertreterinnen und Vertreter aus den Bundesministerien und weitere Experten die Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung; aber auch die Initiativen für die deutsche Wirtschaft wurden thematisiert: So erhalten hiesige Unternehmen in bilateralen Partnerschaften wie beispielsweise einer mit Marokko vereinbarten Allianz sowie im Rahmen der Exportinitiative Energie und der Exportinitiative Umwelttechnologien Unterstützung dabei, die Chancen internationaler Kooperationen und Lieferbeziehungen zu nutzen.

Einen Rückblick auf die Online-Veranstaltung finden Sie hier:
 

AHKs bieten Plattformen und mehr

Dass Experten aus den jeweiligen deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) von den Marktentwicklungen in Australien, Brasilien, Chile, der Golfregion, Marokko, den Niederlanden, Südafrika und der Ukraine berichteten, hat seinen Grund: Die AHKs spielen bei der Förderung und Flankierung der internationalen Energie- und Wasserstoff-Partnerschaften der Bundesregierung eine wesentliche Rolle – darauf wies bei der Veranstaltung auch Dr. Thorsten Herdan vom Bundeswirtschaftsministerium ausdrücklich hin.

So hat beispielsweise die AHK Australien eine Wasserstoff-Allianz geschmiedet, die AHK Marokko organisierte ein "World Power-to-X Summit". Darüber hinaus stellen die Auslandshandelskammern umfassende Marktanalysen bereit, etwa zu AustralienChile, Oman oder den USA.

Kontakt

Porträtbild Till Bullmann, Referatsleiter Wärmemarkt | Brennstoffe | Gebäudeenergie
Till Bullmann Referatsleiter Wärmemarkt, Kraftstoffe

DIHK-Faktenpapier Wasserstoff

Was ist Wasserstoff? Wie wird er hergestellt, eingesetzt, transportiert, und was kostet er? Antworten und viele weitere Infos, etwa über Regulierung, Markt, die Innovations- und Forschungslandschaft oder politischen Strategien zum Thema erläutert der DIHK in einem ausführlichen Faktenpapier.

DIHK-Handlungsempfehlungen

Insgesamt zwölf Handlungsempfehlungen zum Thema hat der DIHK in seinem Positionspapier "Ein Markt für Wasserstoff – Leitlinien des DIHK" zusammengefasst.