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Die Methodik der DIHK-Konjunkturumfrage

Grundlage für die DIHK-Ergebnisse sind Befragungen der Unternehmen durch insgesamt 79 IHKs. Im Herbst 2021 haben die IHKs rund 28.000 Antworten ausgewertet. Die regionalen Auswertungen der IHKs finden Sie hier.

Die Unterscheidung der Unternehmenseinschätzungen nach Regionen ist auch ein besonderes Merkmal der DIHK-Umfrage. Dabei werden dem Norden die Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, dem Westen die Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, dem Osten Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie dem Süden die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern zugerechnet.

Nach Wirtschaftszweigen verteilen sich die Antworten auf die Industrie (26 Prozent), die Bauwirtschaft (6 Prozent), den Handel (23 Prozent) und die Dienstleister (45 Prozent). Die Einteilung der Wirtschaftszweige in der DIHK-Konjunkturumfrage basiert entsprechend der amtlichen Statistik auf der WZ 2008.

Nach Unternehmensgrößenklassen teilen sich die Antworten folgendermaßen auf: 38 Prozent Unternehmen mit bis zu 9 Beschäftigten, 14 Prozent Unternehmen mit 10 bis 19 Beschäftigten, 39 Prozent Unternehmen mit 20 bis 199 Beschäftigten, 6 Prozent Unternehmen mit 200 bis 499 Beschäftigten, 1 Prozent Unternehmen mit 500 bis 999 Beschäftigten, 2 Prozent Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten.

Die IHKs gestalten ihre Stichprobe so aus, dass ein repräsentatives Stimmungsbild der gewerblichen Wirtschaft vor Ort abgebildet ist (branchen-, regionen- sowie unternehmensgrößenbezogen geschichtete Stichprobe). Die Aggregation auf Bundesebene erfolgt über eine regionale und branchenbezogene Gewichtung.

Die Antworten der regelmäßigen Konjunkturfragen von Betriebsstätten mit mehr als 500 Beschäftigten sind mit dem Faktor 2 und die Antworten von Betriebsstätten mit mehr als 1.000 Beschäftigten mit dem Faktor 3 gewichtet. Bei den Geschäftsrisiken wird auf die Gewichtung nach Größenklassen verzichtet. Bei Zusatzfragen wird die Größenklassen-Gewichtung dann unterlassen, wenn der ungewichtete Anteil der Unternehmen aussagekräftiger ist.

Bei der Frage nach den Geschäftsrisiken können die Unternehmen zu der Antwortoption "Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen" einen Freitext verfassen. In der aktuellen Umfrage lagen rund 7.000 Freitextantworten vor. Diese wurden anhand der genannten Begriffe und behandelten Themen möglichst trennscharf kategorisiert. Die häufigsten Antworten sind als Wortwolke dargestellt. Je größer ein Begriff ist, desto höher ist die Anzahl der Freitextantworten zu diesem Thema.

Der IHK-Konjunkturklimaindikator wird als geometrisches Mittel der Lage- und Erwartungssalden berechnet. Der Indikator hat demnach folgende mathematische Form: √(L1−L3+100)∗(E1−E3+100), wobei L1 den Anteil der Unternehmen mit guter Lageeinschätzung darstellt, L3 den Anteil der Unternehmen mit schlechter Lageeinschätzung, E1 den Anteil der Unternehmen mit besseren Geschäftserwartungen und E3 den Anteil der Unternehmen mit schlechteren Erwartungen.

Die Umfrage hat von September bis Anfang Oktober 2021 stattgefunden.

Kontakt

Porträtfoto Dr. Jupp Zenzen
Dr. Jupp Zenzen Referatsleiter Konjunktur, Wachstum, Unternehmensbefragungen