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Umwelt-Verordnungen in der Praxis

Was bringen AwSV oder BImSchV für die Unternehmen? In seinen Merkblättern "übersetzt" der DIHK die praktischen Konsequenzen. Auch zu der in der Chemikalien-Klimaschutzverordnung vorgeschriebenen Sachkundebescheinigung für Tätigkeiten rund um Anlagen mit fluorierten Treibhausgasen gibt es hier Infos.

Am 1. August 2017 ist die bundesweite Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) vollständig in Kraft getreten. Sie löste die 16 bisher unterschiedlichen Landesverordnungen ab. Was das für die Betreiber der betroffenen Industrie-, Lager- oder Umschlagsanlagen bedeutet, skizziert der DIHK in einem Merkblatt.

Mit der AwSV ändern sich die rechtlichen Anforderungen an Anlagentechnik, Überwachungspflichten und Dokumentationen. Für Unternehmen, die bereits Anlagen betreiben, gelten allerdings umfangreiche Übergangsbestimmungen.

In seinem Merkblatt "Neue Anlagenverordnung: und jetzt?" beantwortet der DIHK die folgenden Fragen:

  •     Was gilt wann für bestehende Anlagen?
  •     Müssen jetzt Sachverständigenprüfungen durchgeführt werden?
  •     Müssen Anlagen jetzt nachgerüstet werden?
  •     Sind Dokumentation und Betriebsanweisung jetzt noch aktuell? Benötigen Unternehmen jetzt einen Fachbetrieb?
  •     Müssen Stoffe oder Gemische jetzt neu eingestuft werden?
  •     Was können Unternehmen vor dem 1. August tun?

DIHK-Merkblatt Anlagenverordnung (PDF, 120 KB)

Die Verordnung über Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider (42. BImSchV) ist am 20. August 2017 in Kraft getreten. Damit wurden Anforderungen an Aufbau, Betrieb und Überwachung für über 30.000 Anlagen in Deutschland erstmals umfassend rechtlich festgelegt. In einem Merkblatt fasst der DIHK die wichtigsten Pflichten für Anlagenbetreiber zusammen.

Verdunstungskühlanlagen werden vielfach als offene Rückkühlwerke bei Kälte-, Klima- oder Energieerzeugungsanlagen eingesetzt. Sie sind deshalb nicht nur in der Industrie und Energiewirtschaft, sondern auch im Handel, in der Gastronomie sowie an Hotel- oder Bürogebäuden im Einsatz.

Die Verordnung regelt darüber hinaus auch den Betrieb von Kühltürmen mit mehr als 200 Megawatt und Nassabscheidern, die in der Industrie der Abluftreinigung dienen.

Das Merkblatt, das unten zum Download bereitsteht, klärt,

  •   welche Anlagen  von der Verordnung betroffen sind,
  •   welche Pflichten auf Betreiber zukommen und
  •   was beim Errichten neuer Anlagen berücksichtigt werden sollte.

DIHK-Merkblatt "Verdunstungskühlanlagen und Nassabscheider nach 42. BImSchV" (PDF, 77 KB)


Darüber hinaus stellt das Institut für Sachverständigenwesen (IfS) auf seine Website unter www.ifsforum.de eine Prüfliste zur Prüfung von Verdunstungskühlanlagen, Kühltürmen und Nassabscheidern (nach §14 der 42. BImSchV) zur Verfügung.

Um sich das Excel-Dokument direkt von der IfS-Website herunterzuladen, klicken Sie hier: IfS-Prüfliste


Für Tätigkeiten rund um Anlagen mit fluorierten Treibhausgasen ist  eine Sachkundebescheinigung erforderlich. So will es die Chemikalien-Klimaschutzverordnung, die auf der europäischen Verordnung über bestimmte fluorierte Treibhausgase (F-Gase-Verordnung) beruht.

Voraussetzung für den Erwerb einer Sachkundebescheinigung ist in den meisten Fällen das Ablegen einer Sachkundeprüfung; für Tätigkeiten an Klimaanlagen in Kraftfahrzeugen reicht das Absolvieren eines Lehrgangs aus. Betriebe, die Anlagen mit fluorierten Treibhausgasen installieren, solche Anlagen auf Dichtheit hin kontrollieren, warten, instand halten oder die Gase rückgewinnen, müssen ihr Personal daher schulen.

Die Industrie- und Handelskammern nehmen zwar die entsprechenden Prüfungen in der Regel nicht selbst ab, sie attestieren jedoch in bestimmten Fällen die Sachkunde. So erhalten etwa Absolventen der IHK-Abschlussprüfung zum Mechatroniker für Kältetechnik automatisch und ohne weitere Prüfung Sachkundebescheinigungen für die Tätigkeit an Kälteanlagen, Klimaanlagen und Wärmepumpen.

Auch Absolventen von KFZ-Berufen können mit dem Berufsabschluss eine IHK-Sachkundebescheinigung erhalten, wenn im Rahmen der Ausbildung auch die Arbeit an KFZ-Klimaanlagen auf dem Programm stand.

Alle Einzelheiten hat die IHK-Organisation für Sie in einer Broschüre zusammengefasst, die hier zum Download bereitsteht:
Info-Broschüre "Die Sachkunde nach der Chemikalien-Klimaschutzverordnung" (PDF, 516 KB)

Den Antrag für eine Sachkundebescheinigung gibt es hier:
Antrag Sachkundebescheinigung (DOC, 112 KB)

Ein ergänzender Nachweis für den Antrag auf eine KFZ-Sachkundebescheinigung ist hier abrufbar:
Nachweis über Qualifikationen im Rahmen der KFZ-Aus- beziehungsweise Weiterbildung (DOC, 112 KB)