Kap Verde: "Insel-Lösungen" in der Kreislaufwirtschaft

Mehrere Männer und eine Frau begehen eine Müllhalde

Der Besuch der Mülldeponie in Praia führt die Problematik noch einmal ganz praktisch vor Augen

© AHK Portugal

Der Tourismus ist für die Kapverden der wichtigste Wirtschaftszweig – und stellt das kleine Inselreich vor große Herausforderungen: Einerseits bewirkt er steigende Abfallmengen, andererseits erfordert er den Schutz von Natur und Ökosystemen als Grundlage für den Besuch ausländischer Gäste. Die AHK Portugal unterstützt den Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.

Denn die Systeme für Sammlung, Sortierung und Verwertung von Abfällen vor Ort sind lückenhaft – ebenso wie die Datenlage, die einen ordnungspolitischen Rahmen begründen könnte.

Gemeinsam mit dem kapverdischen Umweltministerium und der Wasser- und Abfallbehörde ANAS plant die AHK Portugal deshalb für 2020 einen zweitägigen Workshop zum Thema "nachhaltiges Bauschuttmanagement". Ziel ist die Entwicklung eines Leitfadens, der kapverdischen Kommunen bei der Umsetzung einer kommenden Verordnung helfen soll.

Die AHK baut dabei auf ein Projekt aus dem Jahr 2019 auf, in dem sie sich intensiv mit dem Abfallmanagement auf den Inseln auseinandergesetzt hat: Gemeinsam mit deutschen Expertinnen und  Experten sowie kapverdischen Projektpartnern wurden bei einer Veranstaltung mit rund 70 Teilnehmern Optimierungsmöglichkeiten für Sammelsysteme sowie adäquate Verwertungslösungen diskutiert. Als zentraler inhaltlicher Ansatzpunkt kristallisierte sich das Thema Bauschutt heraus.

Weitere Informationen gibt es auf der Website der AHK Portugal.

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Stefan Kohlwes Projektleiter Chambers for GreenTech