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Finanzierungsbedingungen top – Hoffnung auf Proportionalität

DIHK fordert Verhältnismäßigkeit bei Bankenmarktregulierung

(07.08.2017) Die deutsche Wirtschaft beurteilt die Finanzierungsbedingungen derzeit bemerkenswert positiv. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor, die auf der jüngsten DIHK-Konjunkturumfrage beruht und der knapp 20.000 Unternehmensantworten zugrunde liegen.

Cover Finanzierung 2017

Mehr als die Hälfte der Unternehmen bewerte ihre Finanzierungsbedingungen als "gut", sagte DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier der Nachrichtenagentur dpa. "Ein Geschäftsrisiko in der Finanzierung sehen seit mittlerweile zwei Jahren lediglich elf Prozent der Betriebe. Niedriger lag der Anteil seit erstmaliger Befragung 2010 nie."

Die größten Probleme bei der Finanzierung mit Fremdkapital hätten kleinere Betriebe, führte Treier aus. "Gut jedes fünfte Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern beklagt schlechte Finanzierungsbedingungen." Gerade in dieser Unternehmensklasse bleibe der Bankkredit mit Abstand die wichtigste Finanzierungsquelle – Alternativen seien rar.

Die Finanzmarktregulierung sollte daher nach Einschätzung des DIHK so ausgestaltet sein, dass das bewährte Modell auch dann leistungsfähig sei, wenn sich die Konjunktur abschwächen sollte. Das "insgesamt eher entspannte Finanzierungsumfeld zeigt, dass höhere Zinsen der EZB möglich sind, zumal auch Preise und Löhne wieder steigen", erläuterte Treier.

Die insgesamt relativ positiv eingeschätzten Finanzierungsbedingungen seien aber auch Ausdruck einer noch immer nicht richtig in Schwung gekommenen Investitionstätigkeit, gab der stellvertretende DIHK-Chefvolkswirt zu bedenken. Zudem seien hierzulande viele Betriebe dank ihrer gestiegenen Selbstfinanzierungskraft nicht mehr in dem Maße auf Kredite angewiesen wie früher.

Die Unternehmensfinanzierung sei Teil der Erfolgsgeschichte der deutschen Wirtschaft, so Treier. "Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Kreditinstituten hat sich bewährt – gerade bei den in Deutschland üblichen langfristigen Investitionskrediten." Derzeit stehe eine unzureichende Finanzierung nur selten der Geschäftsentwicklung im Wege.

Daher sollte die Verhältnismäßigkeit bei der Bankenmarktregulierung gewahrt bleiben, mahnte er. Das sichere die besonderen Fähigkeiten kleinerer Institute bei der Kreditwürdigkeitsprüfung und somit die Finanzierung des Mittelstands. "Ein Ärgernis sind dagegen die drohenden kostspieligen Dopplungen sowie Widersprüche bei den Melde- und Informationspflichten oder detaillierte Vorgaben zur Zusammensetzung von Aufsichts- beziehungsweise Verwaltungsräten kleinerer Institute."

Die Umfrage "Finanzierungsbedingungen top – Hoffnung auf Proportionalität" steht rechts oben zum Download zur Verfügung.