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Berufliche Bildung darf keine Eintagsfliege sein!

DIHK-Präsident zur Bilanz der Kultusminister

(07.12.2017) Die Berufliche Bildung stand für die Kultusministerkonferenz im Mittelpunkt des Jahres 2017. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), hofft, dass es dabei nicht bleiben wird.

DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer, Foto: Thomas Kierok

Schweitzer: "Es ist ein wichtiger Schritt, dass die Kultusministerkonferenz die Berufliche Bildung zu ihrem Schwerpunktthema 2017 gemacht hat. Aber das Thema darf keine Eintagsfliege sein.

Denn angesichts des von Tag zu Tag wachsenden Fachkräftemangels in Deutschland ist mehr Engagement für die Berufliche Bildung wichtiger denn je. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen den Stellenwert der dualen Ausbildung gemeinsam herausstellen.

Wir müssen mit Vorurteilen aufräumen und die Berufliche mit der akademischen Bildung gleichstellen – nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis. Hierzu müssen die Länder die Berufliche Bildung stärker in den Schulen verankern, die Berufsorientierung – vor allem an den Gymnasien – erheblich verbessern und verbindlich in die Lehrerausbildung aufnehmen. Wir müssen zeigen, dass sich Berufliche Bildung lohnt und hervorragende Beschäftigungsperspektiven bietet.

Die Zahlen sprechen für sich. In den letzten zehn Jahren ist die Arbeitslosenquote beruflich Qualifizierter um nahezu 50 Prozent gesunken – deutlich stärker als bei den Akademikern. Absolventen der Höheren Berufsbildung, also Meister oder Fachwirte, liegen mit einer Arbeitslosenquote von 1,8 Prozent sogar unterhalb der Akademiker (2,5 Prozent).

Insgesamt müssen Bund und Länder in Bildungsfragen stärker zusammenarbeiten. Unsere Betriebe und Auszubildenden brauchen betriebs- und wohnortnahe Berufsschulstandorte sowie qualifizierte Berufsschullehrer vor allem in gewerblich-technischen Fächern. Viel zu lange wurden die Berufsschulen vernachlässigt.

Wir brauchen Aus-und Weiterbildung der Berufschullehrer in digitalen Kompetenzen, eine zeitgemäße technische Ausstattung sowie einen qualifizierten IT-Support an den Berufsschulen. Der Investitionsbedarf hierfür ist hoch. Allein die Berufsschulen brauchen 2,5 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren."