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Engpässe in der Verkehrswirtschaft werden zum Flaschenhals

DIHK veröffentlicht Schlaglicht zur Lage der Branche

(21.12.2017) Zu wenig Fahrer, zu viele Staus: Die Verkehrswirtschaft hat zunehmend Probleme, das wachsende Lieferaufkommen zu bewältigen. Auf die Folgen – nicht nur zu Weihnachten – hat jetzt Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), hingewiesen.

Cover DIHK-Schlaglicht Verkehrswirtschaft 2017

"Die Auftragsbücher der Verkehrswirtschaft sind prall gefüllt. Angesichts der guten konjunkturellen Lage haben die Logistiker alle Hände voll zu tun", sagte Dercks der "Neuen Osnabrücker Zeitung" mit Blick auf das nun vorgelegte DIHK-Schlaglicht "Konjunktur in der Verkehrswirtschaft".

"Aber dem Weihnachtsmann gehen zunehmend die Helfer aus", so der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer weiter. Das führe nicht nur zu Tränen unter dem Tannenbaum, wenn die Geschenke nicht rechtzeitig geliefert würden. "Auch die Wirtschaft trifft es hart, wenn durch verspätete Sendungen die Produktion stockt oder Regale nicht aufgefüllt werden können."

Sieben von zehn Unternehmen der Verkehrswirtschaft sähen im Fachkräftemangel ein Risiko für ihre Geschäftsentwicklung, berichtete er. Auch die Suche nach Auszubildenden gestalte sich von Jahr zu Jahr schwieriger.

Darüber hinaus führe der schleppende Ausbau der Verkehrsinfrastruktur dazu, dass Fahrer viele Stunden im Stau feststeckten. "Die Politik hat zwar in den letzten Jahren die Mittel für die Verkehrsinfrastruktur erhöht", räumte Dercks ein. Doch bestünden weiterhin Unsicherheiten: "Inzwischen werden die baureifen Projekte knapp, weil es zu wenige Planer gibt. Auch ist offen, ob die Mittel für die Verkehrswege dauerhaft auf dem derzeit hohen Niveau bleiben."

Der DIHK-Untersuchung zufolge sehen drei von vier Unternehmen der Branche den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur als prioritär an. Auch geeignete Gewerbeflächen als Logistikstandorte werden zunehmend zum Problem.

"Das macht es für die Verkehrswirtschaft immer schwerer, der hohen Nachfrage gerecht zu werden", gab der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer zu bedenken. Gleichzeitig sei eine über mehrere Standorte vernetzte Produktion mit Just-in-Time-Lieferungen für viele Unternehmen in Deutschland mittlerweile Standard.

"Insgesamt", warnte Dercks, "drohen die Engpässe in der Verkehrswirtschaft zu einem echten Flaschenhals für die Fortsetzung des Aufschwungs zu werden."

Das Schlaglicht "Konjunktur in der Verkehrswirtschaft" Herbst 2017 mit weiteren Details zur Lage der Branche steht rechts oben zum Download bereit.