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Steuerquote seit 2010 um 10 Prozent gestiegen

Kein Nachholbedarf beim staatlichen Einsammeln von Geld

(11.01.2018) Dass sich die möglichen Koalitionsparteien in ihren Verhandlungen "den eigentlichen Herausforderungen stellen", hofft Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), im Interesse der deutschen Wirtschaft.

DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer, Foto: Thomas Kierok

"Insbesondere in der Steuerpolitik geht es nicht bloß um Symbole, sondern um harte Daten und Fakten", betonte Schweitzer gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Die Einnahmen aus der Einkommensteuer seien seit 2010 mit einem Plus von 50 Prozent fast doppelt so stark gewachsen wie das Bruttoinlandsprodukt, rechnete er vor. Unternehmen und ihre Mitarbeiter hätten zu diesem Einnahmeplus von 80 Milliarden Euro den Löwenanteil beigesteuert.

"Die jetzt überfällige Entlastung muss sich deshalb auf alle Steuerzahler erstrecken – ausdrücklich auch auf die, die wegen unseres Steuersystems ganz besonders viel zahlen", forderte der DIHK-Präsident. "Dazu gehören vor allem Betriebe, denn 80 Prozent der Unternehmen unterliegen als Personengesellschaften der Einkommensteuer."

Wenn ab einem Jahresertrag von 100.000 Euro gar nicht mehr entlastet werde oder sogar mehr Steuern gezahlt werden sollten, dann träfe das rund 200.000 deutsche Unternehmen, warnte Schweitzer. "Wir sprechen hier vom Herz des deutschen Mittelstandes."

Gerade auch diese Betriebe stünden oft weltweit im Wettbewerb "und werden erleben, dass in Ländern wie den USA, Großbritannien und Frankreich künftig die Unternehmensteuern sinken, während Deutschland glaubt, seine Wirtschaft noch stärker zur Kasse bitten zu können", kritisierte er.

"Wir haben auf vielen Gebieten Nachholbedarf, aber ganz sicher nicht beim staatlichen Einsammeln von Geld: Die Steuerquote in Deutschland hat sich seit 2010 um glatt 10 Prozent auf inzwischen 22,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöht."