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"America First" wird immer mehr zur Wirklichkeit

DIHK: Freihandelsabkommen mit der EU wäre wichtig

(19.02.2018) Die USA machen Ernst mit der angekündigten Neuausrichtung ihrer Handelspolitik. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), warnt, dass von protektionistischen Maßnahmen mittelfristig niemand profitiere.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben, Foto: Jens Schicke

"America first wird vom Slogan immer mehr zur Wirklichkeit", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben gegenüber dem "Handelsblatt". "Die USA setzen in der Handelspolitik verstärkt auf Strafzölle statt auf die Wirkung von möglichst allgemein verbindlichen Regeln."

Aus Sicht der hiesigen Wirtschaft sei dies "nicht nur deshalb besorgniserregend, weil deutsche Unternehmen wie jetzt bei den Plänen zum Stahl auch direkt betroffen sein könnten", betonte Wansleben. Problematisch sei auch der Hang zum Protektionismus, der sich in den neuen US-Zöllen manifestiere, und dass eine Schwächung der Welthandelsorganisation WTO in Kauf genommen werde. Denn grundsätzlich sollten "Antidumpingzölle nur in Ausnahmefällen und bei klaren Verstößen gegen WTO-Regeln angewandt werden", so der DIHK-Hauptgeschäftsführer.

Strafzölle, die zum vermeintlichen Schutz der eigenen Wirtschaft verhängt würden, nutzten mittelfristig niemanden, gab er zu bedenken. "Sie schaden dem Bemühen um offene Märkte und fairen Handel weltweit – und sie schaden letztlich auch der eigenen, also der US-Wirtschaft." Unternehmen und Verbraucher dort müssten höhere Preise zahlen, weil die eigene Regierung Importe verteuere.

"Gerade für Deutschland mit seiner exportorientierten Wirtschaft kann das nur heißen: Wir müssen gemeinsam mit unseren Nachbarn in der Europäischen Union die Vorteile eines Freihandels, der auf klaren Regeln basiert, immer wieder vorleben", so Wanslebens Appell. "Deshalb sind die Freihandelsabkommen der EU mit Kanada und Japan auch so wichtig. Die aktuellen Fälle zeigen übrigens, wie wichtig ein entsprechendes Abkommen auch zwischen der EU und den USA eigentlich wäre."