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Zypries lobt Rolle des Mittelstandes bei der Integration

Betriebe helfen auch bei Behördengängen oder Spracherwerb

(21.02.2018) Unternehmen, die Geflüchtete beschäftigen, engagieren sich weit über das betriebliche Maß hinaus für Mitarbeiter mit Fluchthintergrund. Das ergab eine Umfrage des bundesweiten "Netzwerks Unternehmen integrieren Flüchtlinge" unter seinen – zu drei Vierteln mittelständischen – Mitgliedsbetrieben.

Illu Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge Mitgliederbefragung 2017

Der Untersuchung zufolge unterstützen fast 60 Prozent der Umfrageteilnehmer ihre Mitarbeiter bei Behördengängen. Jeder zweite Arbeitgeber hilft bei der Wohnungssuche, beim Spracherwerb, oder er organisiert Nachhilfeunterricht für die Berufsschule.

"Die betriebliche Integration von Geflüchteten ist und bleibt eine große Aufgabe" betont Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries. "Insbesondere zahlreiche mittelständische Betriebe unseres Netzwerks leisten hier jeden Tag Großes und engagieren sich tatkräftig, um Geflüchtete in den Betrieb zu integrieren. Wir begrüßen das und unterstützen die Unternehmen dabei, denn Arbeit und Sprache sind die Basis für eine erfolgreiche Integration."

Bei der Befragung hatten 30 Prozent der Arbeitgeber mangelnde Sprachkenntnisse als sehr schwierige Herausforderung für die betriebliche Integration genannt. 50 Prozent gehen jedoch davon aus, dass sie die sprachlichen Barrieren überwinden können. Weitere hohe Hürden sind für 42 Prozent der Umfrageteilnehmer Verfahren und Vorschriften beim Arbeitsmarktzugang von Geflüchteten, 39 Prozent nannten zudem Unsicherheiten bei der Personalplanung wegen drohender Abschiebung.

Dabei sind Planungs- und Rechtssicherheit für die Unternehmen "besonders wichtig", wie Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), betont. "Die Integration Geflüchteter wird erst dauerhaft erfolgreich sein, wenn die Betriebe auch langfristig mit ihren neuen Mitarbeitern planen können."

Die jetzt vorgestellte, im Dezember 2017 durchgeführte Erhebung zeigt bereits erfreuliche Entwicklungen auf. 320 der zum Befragungszeitpunkt 1.630 (heute mehr als 1.700) Mitgliedsunternehmen beteiligten sich; knapp die Hälfte davon bildet Menschen mit Fluchthintergrund aus. Bei der Mitgliederbefragung 2016 hatte das nur für jedes dritte Unternehmen gegolten. Gut ein Viertel der Umfrageteilnehmer bereitet Geflüchtete im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung auf die Ausbildung vor.

Fach- und Führungskräfte mit Fluchthintergrund beschäftigten Ende 2016 lediglich 11 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen, im Dezember 2017 waren es bereits 20 Prozent.

Das auf Initiative des DIHK entstandene "Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge" wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie finanziell gefördert. Seit März 2016 bietet es seinen Mitgliedsunternehmen kostenfrei Informationsmaterialien, Webinare, Workshops und Veranstaltungen.

Mehr über das Netzwerk und seine Arbeit erfahren Sie unter www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de.