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"Emas-Umweltmanagement": Die Sieger stehen fest

Auszeichnung für hervorragende Umweltleistungen

(12.03.2018) Für ihr vorbildliches und innovatives Engagement im Rahmen des europäischen Umweltmanagement- und Auditsystems "Emas" zeichnen das Bundesumweltministerium und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) drei Unternehmen und eine Universität aus. Eine besondere Anerkennung wird einer Kirchengemeinde zugesprochen.

Emas-Logo 2015

Die Sieger im Wettbewerb "Emas-Umweltmanagement 2018" beweisen eindrucksvoll, wie mit Emas das große Potenzial eines systematischen Umwelt- und Klimaschutzes wirksam genutzt werden kann.

Unter den vielen eingegangenen Bewerbungen wählte die Jury aus Fachleuten des Bundesumweltministerium, des Umweltbundesamts, des Umweltgutachterausschusses, der Deutschen Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter und des DIHK folgende Organisationen für die Auszeichnung aus:

  • Kleine Unternehmen
    Die Rheinsberger Preussenquelle GmbH ist seit 2016 Emas-registriert. Das Unternehmen aus dem Norden Brandenburgs produziert Bio-zertifiziertes Mineralwasser und verfügt über einen nach strengen Nachhaltigkeitsrichtlinien geführten Mineralbrunnen-Betrieb. Für die Rheinsberger Preussenquelle GmbH stehen Regionalität und Qualität im Vordergrund, weshalb sie sich auch über die Grenzen des Unternehmens hinaus aktiv für den Erhalt unseres wichtigsten Lebensmittels einsetzt: Um das allgemeine Bewusstsein für Wasser zu erhöhen, wirken 26 Mitarbeiter des Unternehmens als "Wasserbotschafter". Darüber hinaus schützt die Rheinsberger Preussenquelle das Wasser, indem sie beispielsweise Bio-Bauernhöfe bei der Verbesserung des Bodens unterstützt und den regionalen, ökologischen Landbau fördert; zwei Maßnahmen, die außerdem auch die CO2-Bindung der Böden erhöhen. Das Unternehmen erfasst monatlich seinen gesamten CO2-Fußabdruck und hat das Ziel, im Jahr 2018 CO2-neutral zu produzieren.
  • Mittlere Unternehmen
    Die Förderung nachhaltiger Logistik hat sich die BODAN Großhandel für Naturkost GmbH auf die Fahnen geschrieben. Über 30 Jahre Erfahrung in der Vermarktung und Logistik von Bio-Lebensmitteln nutzt das Unternehmen aus Überlingen am Bodensee, um Emissionen – insbesondere CO2, Stickoxide und Lärm – aus der Vermarktung ihrer Produkte zu verringern. Durch Innovationen in der Antriebstechnik reduzierte sich in 2017 der Dieselverbrauch der eigenen LKW-Flotte gegenüber 2015 um 85 Prozent. Als Umweltpionier im Bereich Logistik wirkt das Unternehmen im "Kompetenznetzwerk Nachhaltige Mobilität" mit und organisierte 2017 unter anderem das "Forum Grüne Logistik". Eine besondere Stärke sah die Jury in der Beteiligung der Belegschaft am Umweltprogramm. Außerdem überzeugt das Kommunikationskonzept, das über soziale Netzwerke, Web-Seiten, Hausmessen, Nachhaltigkeitsbericht, Betriebsführungen et cetera die Branchen Logistik und Naturkost genauso erreicht wie die Verbraucher.
  • Große Unternehmen
    Für besondere Leistungen auf dem Weg zu einer klimaneutralen Produktion zeichnet die Jury die Roth Werke an den Standorten Buchenau und Wolfgruben in Hessen aus. Als Hersteller von Energie- und Sanitärsystemen vernetzen die Roth Werke Produktsysteme von der regenerativen Energieerzeugung über die wirtschaftliche Speicherung bis hin zur Energienutzung. Im Mittelpunkt steht dabei eine klimaneutrale Produktion, dafür führte das Unternehmen im Jahr 2016 den ökologischen Fußabdruck für seine Produkte ein. Die beiden Standorte reduzierten zwischen 2013 und 2016 zusammen rund 65 Prozent der absoluten CO2-Emissionen von rund 7.000 auf weniger als 2.500 Tonnen. Die Roth Plastic Technology produziert als erstes Roth-Unternehmen seit 2017 klimaneutral. Unvermeidbare Emissionen kompensiert der Standort über den Kompensationsfonds "Klima-Kollekte" und unterstützt damit nachhaltige Klimaschutzprojekte. Ein vom Unternehmen entwickeltes Solarthermie-Modell vermittelt Schülern des Landkreises Marburg Biedenkopf praxisnah die Nutzung erneuerbarer Energien.
  • Organisationen aus der öffentlichen Verwaltung
    Die Leuphana Universität Lüneburg ist eine der ersten Universitäten, die sich nach Emas validieren ließ. Auf beeindruckende Weise beweist sie, wie sich Umweltmanagement in Wissenschaft und Forschung integrieren lässt. Bereits im Jahr 2000 entwickelte die Universität Leitlinien zur Nachhaltigkeit, die sie auch in den Bereichen Forschung und Bildung anwendet. Im Bereich der Forschung gründete sie die Wissenschaftsinitiative Nachhaltigkeit sowie die Fakultät Nachhaltigkeit. Um die Studierenden weiter für das Thema zu sensibilisieren, bietet die Universität im Rahmen eines "Leuphana-Semesters" die Möglichkeit, Themen der Nachhaltigkeit in den Lehrplan einzubinden. Besonders beeindruckte die Jury die Zusammenarbeit mit anderen Stakeholdern. Das Projekt "Lüneburg 2030+ Visionen für ein nachhaltiges Lüneburg von morgen" bearbeitet die Universität unter anderem gemeinsam mit der Hansestadt Lüneburg und der Lüneburger Landeszeitung im Wettbewerb "Zukunftsstadt" des Bundesbildungsministeriums. Damit zeigt sie, dass nachhaltige Entwicklung in Forschung, Bildung und Gesellschaft Hand in Hand gehen können.
  • Besondere Anerkennung
    Zusätzlich spricht die Jury der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Mergentheim eine besondere Anerkennung aus. Die Kirchengemeinde aus dem nördlichen Baden-Württemberg versteht Umweltmanagement als wichtigen Bestandteil zur Erhaltung der Schöpfung, mit dem sie dank eines hohen Engagements im Hauptamt- und Ehrenamt neue Akzente für den Umweltschutz setzen kann. Das Umweltteam der Gemeinde hat Schöpfungsleitlinien für ihre eigenen kirchlichen Einrichtungen erarbeitet. Die Grundidee und Umsetzung sollen jedoch auf die ganze Kirchengemeinde ausstrahlen. Ein Beispiel ist die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gemeinde-Kindergartens, die mit Anteilsscheinen der Gemeindemitglieder errichtet werden konnte. Weitere Maßnahmen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen, vermittelt das Reparatur-Café. Außerdem werden Beispiele zur Abfallverringerung oder die Überprüfung des Verbrauchs von Energie und Wasser gegeben. Das Elektroauto der Gemeinde wird über eine eigene Ladesäule betankt und steht abends und an Wochenenden zum Car-Sharing zu Verfügung.

Ihre Urkunden erhalten die Gewinner im November im Rahmen einer Veranstaltung im Bundesumweltministerium in Berlin, zu der auch alle anderen am Wettbewerb teilnehmenden Unternehmen und Organisationen eingeladen werden. Die ausgezeichneten Unternehmen der ersten drei Kategorien sind gleichzeitig für den alle zwei Jahre stattfindenden "European Business Awards for the Environment" in der Kategorie Management nominiert.

Weitere Informationen zu Emas gibt es auch unter www.emas.de.