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Duale Ausbildung wieder im Trend

Wansleben sieht Engagement der Unternehmen belohnt

(18.04.2018) Mit einem Minus von 33.100 ist die Zahl der Schulabgänger 2017 deutlich gesunken. Dennoch konnte immerhin die Zahl der Jugendlichen stabil gehalten werden, die sich um einen Ausbildungsplatz bewarben; darauf hat jetzt Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), hingewiesen.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben, Foto: Jens Schicke

Mit Blick auf den Berufsbildungsbericht 2018, der heute im Kabinett erörtert wird, betonte Wansleben gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung", das Werben der Unternehmen für die Berufliche Bildung sei noch nie so groß gewesen: Blogs, Online-Werbung, Azubi-Speed-Datings oder gute inhaltliche Angebote trügen "erste Früchte".

Das Interesse an einer dualen Ausbildung nehme wieder zu, sagte er. Insgesamt sei die Zahl der neuen Ausbildungsverträge 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent gestiegen. "In der deutschen Wirtschaft wurden 523.300 Verträge abgeschlossen."

Der DIHK-Hauptgeschäftsführer verwies auf die "Woche der beruflichen Bildung", bei der das Werben unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Ehefrau Elke Büdenbender "auf höchster Ebene fortgeführt" werde (siehe auch Pressemitteilung vom 26. März): "Eine hervorragende Aktion, um den Wert der beruflichen Bildung in unserer Gesellschaft noch stärker darzustellen."

Gleichzeitig forcierten die Unternehmen hierzulande ihr Engagement in der Ausbildung: Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels böten sie leistungsstarken Jugendlichen attraktive Zusatzangebote in der Ausbildung an, etwa Auslandsaufenthalte oder Zusatzqualifikationen; zudem förderten und begleiteten sie vielfach leistungsschwächere Azubis.

"Auch Flüchtlinge haben gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz", so Wansleben: "Obwohl junge Geflüchtete oft eine intensivere Förderung benötigten, verdreifachte sich die Anzahl Auszubildender aus den Haupt-Herkunftsländern auf 9.306 im Jahr 2017 im Bereich der Industrie- und Handelskammern."

Insgesamt hätten im vergangenen Jahr jedoch abermals nicht alle von den Unternehmen angebotenen Ausbildungsplätze besetzt werden können, bedauerte der DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Mit 49.000 von der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Ausbildungsstellen ist die Lücke so groß wie in den letzten 20 Jahren nicht." Besonders schwierig sei es für kleine Betriebe, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen: "Zuletzt bekam nahezu jedes zehnte Unternehmen nicht einmal eine Bewerbung."

Die Chance auf Ausbildung sei da, so sein Appell. "Jetzt gilt es, sie zu ergreifen." Jugendliche sollten dabei flexibler bei der Berufswahl werden, mahnte Wansleben, und er versprach: "Die Wirtschaft wird sich gemeinsam mit allen Beteiligten weiter dafür engagieren, mehr junge Menschen für eine betriebliche Ausbildung zu befähigen und zu gewinnen."

Dazu zähle eine umfassende und praxisnahe Berufsorientierung in der Schule. Vor allem an den Gymnasien finde eine breite Information unter gleichberechtigter Darstellung der Möglichkeiten vielerorts noch immer nicht statt. "Das wäre allerdings auch wichtig, um der zu großen Zahl an Studienabbrechern vorzubeugen."