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Ein Studium sollte Beschäftigungsfähigkeit sicherstellen

DIHK für mehr Kooperation von Unis und Wirtschaft

(04.05.2018) Warum gerade technisch-naturwissenschaftliche Studiengänge verstärkt arbeitsmarktrelevante Kompetenzen vermitteln sollten, hat jetzt Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), in einem Zeitungsartikel erläutert.

Dr. Eric Schweitzer, Foto: DIHK/Chaperon

Unter der Überschrift "Sollte das Studium praxisnäher sein?" hatten die "VDI Nachrichten" die Frage nach einer engeren Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft zur Debatte gestellt. Hier der "Pro"-Gastbeitrag von Eric Schweitzer im Wortlaut:

"Die vergebliche Suche nach qualifiziertem Personal stellt für eine wachsende Zahl von Unternehmen bereits heute das größte wirtschaftliche Risiko dar. Gerade im Bereich der beruflich Qualifizierten wächst die Fachkräftelücke stetig.

Während Unternehmen immer häufiger ihre offenen Ausbildungsplätze nicht besetzen können, streben jährlich rund 500.000 Erstsemester an die Hochschulen – gut 40 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Infolge des Trends zu höheren Bildungsabschlüssen wächst die Verantwortung der Hochschulen, mit ihren Bildungsangeboten einen nachhaltigen Beitrag zur Fachkräftesicherung der Wirtschaft zu leisten – denn schließlich arbeitet das Gros der Absolventen später außerhalb des Wissenschaftsbetriebs.

Dies nimmt auch die Hochschulen in die Pflicht, die Studierenden bestmöglich auf den Übergang ins Arbeitsleben und die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt vorzubereiten. Die Wirtschaft – und damit auch die Gesellschaft insgesamt – braucht praxisnah qualifizierte Hochschulabsolventen, die sich gut und flexibel in betriebliche Abläufe integrieren können.

Die Unternehmen bemängeln jedoch, dass Praxisorientierung im Studium und die Vermittlung von arbeitsmarktrelevanten Kompetenzen an vielen Hochschulen nach wie vor zu kurz kommen. Vor allem Bachelorabschlüsse in technisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen stehen diesbezüglich oftmals in der Kritik. Deshalb sollten Hochschulen die Wirtschaft noch stärker in die Gestaltung des Studiums mit einbeziehen. Wir als Wirtschaft möchten unseren Beitrag hierzu auch gerne anbieten.

Selbstverständlich kann – und soll – es dabei nicht Aufgabe der Hochschulen sein, Studierende auf eine Tätigkeit in einem eingegrenzten Berufsfeld oder gar auf einen bestimmten Beruf vorzubereiten. Denn dafür haben wir in Deutschland das erfolgreiche System der Beruflichen Bildung, das mehr als 330 Ausbildungsgänge sowie rund 200 Fortbildungsangebote der Höheren Berufsbildung umfasst.

Dafür stehen die Industrie- und Handelskammern, die jährlich mehr als 300.000 Prüfungen in der Ausbildung sowie über 60.000 in der Fortbildung abnehmen.

Zweifellos müssen Hochschulen ihren Studierenden notwendiges Fachwissen vermitteln, ihre methodischen Kompetenzen entwickeln und sie in ihrer Persönlichkeitsbildung unterstützen.

Doch dürfen wir dabei nicht vergessen: Mit der Erklärung von Bologna wurde das klare Ziel formuliert, mit einem Studium die 'Beschäftigungsfähigkeit' der Absolventen sicherzustellen. Mehr Praxisnähe und ein engerer Schulterschluss zwischen Hochschulen und Wirtschaft sind das A und O, um möglichst vielen jungen Leuten lohnende Berufs- und Lebensperspektiven zu eröffnen."