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"Eine funktionierende WTO ist unerlässlich"

Unternehmerdelegation wirbt in Genf für eine KMU-Agenda

(08.06.2018) Der Handelsstreit zwischen den USA und Europa und die US-Blockade in der Welthandelsorganisation WTO bereiten den deutschen Unternehmen große Sorgen. Darauf hat jetzt Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), hingewiesen.

Dr. Volker Treier

"Der international orientierte Mittelstand wäre von einer Eskalation besonders stark betroffen", sagte Treier der "Süddeutschen Zeitung". "Denn noch stärker als die großen multinationalen Unternehmen agiert der Mittelstand von europäischen Standorten aus – und beliefert von dort auch Übersee-Destinationen."

600.000 europäische kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit über sechs Millionen Angestellten exportieren nach Angaben des DIHK-Außenwirtschaftschefs in Länder außerhalb der EU.

Treier ist am heutigen Freitag mit einer Mittelstandsdelegation von DIHK und Bundesverband der Deutschen Industrie unter Leitung von Wolfgang Grenke, Vizepräsident der europäischen Kammerorganisation Eurochambres, zur WTO nach Genf gereist. Ziel ist es, multilaterale regelbasierte Handelssystem zu unterstützen und eine KMU-Agenda in der WTO voranzutreiben.

Es sei "wichtig, dass wir die Einbindung des Mittelstands in globale Wertschöpfungsketten aufrechterhalten und, wenn immer es geht, stärken", betonte Treier. "Dazu sind global faire und gute Spielregeln sowie Entscheidungen eines Schiedsrichters – das heißt, eine funktionierende WTO – unerlässlich."

Auch wäre eine Weiterentwicklung der Welthandelsorganisation für die Breite der deutschen Wirtschaft von enormer Bedeutung: "Die WTO sollte sich endlich auf eine KMU-Agenda einigen", forderte der DIHK-Außenwirtschaftschef. "Ziel muss es sein, den mittelständischen Unternehmen internationale Geschäfte zu erleichtern." Es gelte, nach dem Motto "think small first" künftig bei allen Verhandlungen der WTO den Mittelstand ins Zentrum zu stellen – und damit insbesondere die Anwendbarkeit von Marktzugangs- und Handelsregeln.

Immerhin hätten sich mehr als 80 Länder auf der jüngsten WTO-Ministerkonferenz Ende 2017 in Buenos Aires darauf geeinigt, über das Thema KMU-Förderung zu verhandeln, erinnerte Treier. "Das macht Mut. Hierüber brauchen aber wir jetzt Ergebnisse."