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Der Handelsstreit USA-China trifft auch Deutschland

DIHK bedauert schwerwiegenden Vertrauensverlust

(09.07.2018) Der Handelskonflikt zwischen China und den USA könnte auch auf die deutsche Wirtschaft beachtliche Auswirkungen haben. Darauf hat jetzt Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), hingewiesen.

Dr. Volker Treier

"Deutsche Unternehmen haben in China über 80 Milliarden Euro investiert, in den USA sogar knapp 400 Milliarden Euro", sagte Treier der Nachrichtenagentur Reuters. In deutschen Betrieben beider Wirtschaftsräume sei jeweils annähernd eine Million Beschäftigte tätig.

"Viele der Unternehmen vor Ort sind direkt von den Zöllen betroffen, weil sie zum Beispiel Rohstoffe und Bauteile aus dem jeweils anderen Land beziehen", erklärte der DIHK-Außenwirtschaftschef. Da China mit Vergeltungsmaßnahmen etwa auf Autoimporte aus den USA reagiere, werde jetzt auch das Geschäft großer deutscher Automobilhersteller in den USA beeinträchtigt.

"Aber auch Unternehmen in Deutschland sind durch ihre weltweiten Zulieferer- und Kundenbeziehungen vom Handelsstreit betroffen", fuhr er fort. Die Exportkonjunktur trübe sich weltweit ein. "Schwer wiegt auch der durch die USA erzeugte Vertrauensverlust in einen regelbasierten Welthandel. Die Unternehmen benötigen dringend wieder Klarheit und Verlässlichkeit über die Rahmenbedingungen weltweit."

Dass Deutschland mit den USA aktuell im bilateralen Verhältnis über weniger Zölle spreche statt über immer neue Strafzölle, sei gut, betonte Treier. "Die Automobilwirtschaft ist für Deutschland eine Kernbranche. Deshalb kann eine gemeinsame und sinnvolle Lösung auf diesem Feld auch positive Signale für alle anderen Wirtschaftsbereiche setzen."

Die wichtigste Voraussetzung dafür sei, dass gefundene Lösungen den Grundsätzen der Welthandelsorganisation WTO entsprechen. Dazu zähle, dass auch andere Auto-Länder in mögliche Verhandlungen einbezogen würden. Zudem dürfe es beim Abbau von Handelshemmnissen nicht nur um Zölle gehen, auch die meist viel schädlicheren nicht-tarifären Beschränkungen müssten in die Verhandlungen einbezogen werden.