Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

  • Schrift:
  • A
  • A
  • A
Sektionen
  • THEMENFELDER
  • BRANCHEN
  • PRESSE
  • WIR ÜBER UNS
  • DIHK IN BRÜSSEL
  • PUBLIKATIONEN
  • IHKTRANSPARENT
  • ENGLISH
  • IHK-FINDER
Hauptrubriklogo

  • Home -
  • Presse -
  • Meldungen -
  • Ost-Wirtschaft optimistischer als zu ...
Artikelaktionen

Ost-Wirtschaft optimistischer als zu Jahresbeginn

Investitionsabsichten erreichen Rekordhöhe

(09.07.2018) Gute Stimmung in Ostdeutschland: Wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in einer Sonderauswertung seiner Konjunkturumfrage von Frühsommer ermittelte, sind die Unternehmen in den neuen Bundesländern derzeit zuversichtlicher als die im Westen.

Cover DIHK-Schlaglicht Konjunktur in Ostdeutschland Jahresbeginn 2018

"In diesem Frühsommer blicken die ostdeutschen Betriebe – entgegen dem bundesweiten Trend – zuversichtlicher auf ihre Geschäfte als zu Beginn des Jahres", berichtete DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben den Zeitungen der Funke-Mediengruppe von den Ergebnissen des DIHK-Schlaglichtes "Konjunktur in Ostdeutschland". "Die aufkommende außenwirtschaftliche Verunsicherung schlägt sich bislang weniger stark nieder als im Rest der Republik."

Vor allem das Baugewerbe und die Dienstleister blickten noch positiver auf ihre Geschäfte als zuletzt. "Die Investitionsabsichten erreichen sogar neue Rekordhöhe", sagte Wansleben. Der DIHK rechne daher damit, dass das Bruttoinlandsprodukt in den neuen Bundesländern 2018 etwas stärker wachsen werde als im Bundesdurchschnitt (DIHK-Prognose: 2,2 Prozent).

"Dies setzt aber wie in ganz Deutschland voraus, dass der konjunkturelle Schwung nicht noch weiter abebbt", relativierte der DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Hierzu kann auch die Bundesregierung ihren Teil beitragen – etwa durch einen für die Unternehmen spürbaren Bürokratieabbau sowie ein investitionsfreundlicheres Steuersystem."

Der aktuellen Erhebung zufolge wollen die Betriebe der ostdeutschen Bundesländer weiter Beschäftigung aufbauen. Allerdings wird die Zahl der neuen Stellen nicht ganz so stark steigen wie noch zu Jahresbeginn erwartet. Nach den im Februar prognostizierten 90.000 zusätzlichen Stellen rechnet der DIHK nunmehr mit einem Plus von 80.000 im laufenden Jahr.

"Größter Flaschenhals ist der Fachkräftemangel", erläuterte Wansleben. "63 Prozent der ostdeutschen Betriebe sehen hierin ein Hauptrisiko für ihre Geschäftsentwicklung – noch mehr als im Bundesschnitt (61 Prozent)." Folgen seien nicht nur eine Mehrbelastung für die bestehenden Belegschaften, "sondern sogar die Ablehnung von Aufträgen oder Einschränkungen des Angebots". Zudem werde durch den Fachkräftemangel das Wachstums- und Innovationspotenzial beschränkt.

"Die Probleme bei der Gewinnung und Bindung geeigneter Fachkräfte werden also mehr und mehr zum Hemmschuh der wirtschaftlichen Entwicklung", warnte der DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Was es jetzt dringend braucht, ist ein ganzes Maßnahmenpaket, beginnend bei der Stärkung der Beruflichen Bildung über die Steigerung der Standortattraktivität für Fachkräfte bis hin zu verbesserten Möglichkeiten zur Beschäftigung ausländischen Personals."

Sie finden die Sonderauswertung zur Konjunktur in Ostdeutschland rechts oben zum Download.