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Brexit: Neue Fragezeichen statt klarer Antworten

DIHK sieht im nun veröffentlichten Whitepaper viel Neuland

(13.07.2018) Das gestern von der britischen Regierung im Unterhaus vorgestellte Whitepaper zum EU-Austritt Großbritanniens schafft nach Einschätzung von Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), keine Klarheit, wie der Brexit gelingen kann.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben, Foto: Jens Schicke

Wansleben: "Der Brexit bleibt ein großer Unsicherheitsfaktor. Denn Vorschläge der britischen Regierung für die künftige wirtschaftliche Zusammenarbeit werden in den eigenen Reihen umgehend infrage gestellt. Das gilt insbesondere für den jetzt vorgelegten Plan. Zwei Jahre nach dem Brexit-Referendum wirft er neue Fragezeichen auf, statt klare Antworten zu geben.

Viele Vorschläge bedeuten Neuland – etwa eine Zollerhebung an den Außengrenzen für die jeweils andere Seite. Unsicherheit bringt zudem, dass Großbritannien zwar grundsätzlich EU-Regelungen übernehmen will, aber dennoch dem Parlament ein Mitspracherecht einräumen will. Dies würde über kurz oder lang zu regulatorischen Unterschieden führen.

Die deutschen Unternehmen haben große Sorge, ob beide Seiten angesichts der ablaufenden Zeit rechtzeitig gemeinsame Lösungen finden werden. Denn die EU hat zu Recht immer wieder darauf hingewiesen, dass der Zusammenhalt des Binnenmarktes oberste Priorität hat. Das ist auch aus Sicht der deutschen Wirtschaft von überragender Bedeutung."