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Artikelaktionen

"Der Brexit-Poker kennt schon jetzt nur Verlierer"

Eric Schweitzer: Das Chaos ist nun perfekt

(01.04.2019) Nach der erneuten Ablehnung des Brexit-Vertrages durch das britische Unterhaus hat Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), einmal mehr die massiven Belastungen benannt, die der EU-Austritt der Briten für alle Seiten mit sich bringt.

Dr. Eric Schweitzer, Foto: DIHK/Chaperon

"Das Chaos ist nun perfekt", kommentierte Schweitzer die Entscheidung am vergangenen Freitag. Sie sorge "für Kopfschütteln bei den Unternehmen". Großbritannien und Europa taumelten auf einen ungeregelten EU-Austritt zu.

Gegenüber der "Rheinischen Post" stellte der DIHK-Präsident klar, dass der Brexit-Poker schon jetzt nur Verlierer kenne. "Für die Briten ist es bitter, dass sich internationale Unternehmen von der Insel zurückziehen", so Schweitzer. Aktuell planten allein zwölf Prozent der deutschen Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen nach Großbritannien Investitionsverlagerungen aus dem Vereinigten Königreich nach Deutschland oder andere EU-Länder.

"Seit dem Brexit-Referendum im Juni 2016 sind die deutschen Exporte nach Großbritannien um mehr als fünf Prozent zurückgegangen", erinnerte Schweitzer. "Die deutschen Exporte in die EU sind dagegen im gleichen Zeitraum um mehr als elf Prozent gestiegen. Das zeigt vieles." Großbritannien, 2016 noch der drittwichtigste Exportmarkt für die hiesige Wirtschaft, sei inzwischen auf Platz fünf abgerutscht.

"Das ist für uns in Deutschland ein wichtiges Thema", fuhr der DIHK-Präsident fort. "Denn rund 750.000 Arbeitsplätze hängen am Export ins Vereinigte Königreich." Er verwies auf die jüngste Umfrage "Going International", in der nur noch jedes fünfte der befragten Unternehmen mit Beziehungen zu UK seine Geschäfte im Vereinigten Königreich als gut bezeichnet hatte.

Und: "70 Prozent der Betriebe gehen für 2019 von einer weiteren Verschlechterung aus. Drei Viertel der Unternehmen erwarten zusätzliche Zollbürokratie." Als größte Risikofaktoren nannte Schweitzer höhere Kosten für Zölle und Einfuhrsteuern sowie die rechtliche Unsicherheit, und er verwies erneut auf die DIHK-Brexit-Checkliste (siehe rechts oben). Es sei jetzt "allerhöchste Zeit für die Unternehmen, sich vorzubereiten".

 

Brexit-Infos

PfeilDie Brexit-Checkliste: Mit einem vom DIHK konzipierten Online-Tool können Unternehmen unter www.ihk.de/brexitcheck prüfen, ob sie alle Folgen des Brexit berücksichtigt haben.

PfeilDas Brexit-Glossar: Die wichtigsten Begriffe rund um den EU-Austritt Großbritanniens werden unter der Adresse www.ihk.de/brexit-glossar erläutert.