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Deutsche Unternehmen leiden unter der Lage im Iran

Treier: US-Sanktionen wirken wie ein Vollembargo

(27.05.2019) Das harte Vorgehen der USA gegenüber dem Iran belastet die hiesige Wirtschaft stark. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) beziffert den jüngsten Rückgang der deutschen Exporte an den Persischen Golf auf 44,3 Prozent (März 2019 gegenüber März 2018).

Dr. Volker Treier

"Die wirtschaftliche Situation ist delikat und alles andere als ermutigend für die deutschen Unternehmen", fasste DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier seine Einschätzung gegenüber der Nachrichtenagentur dpa zusammen.

Die Deutsche Auslandshandelskammer (AHK) in Teheran erwarte, dass das Bruttoinlandsprodukt des Iran im laufenden Jahr um fünf Prozent, 2020 dann um zehn Prozent sinken werde. "Das ist desillusionierend", sagte Treier. Von 120 deutschen Unternehmen, die vor Ort aktiv gewesen seien, seien nur noch etwa 60 im Land, berichtete er. "Die US-Sanktionen wirken auf die Wirtschaftsbeziehungen wie ein Vollembargo, weil der Finanzsektor betroffen ist."

Die Ende Januar von Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich errichtete Tauschbörse "Instex" (Instrument for Supporting Trade Exchanges) nannte der DIHK-Außenwirtschaftschef "ein Symbol den Amerikanern gegenüber". Dieses Instrument zur Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen iranischen und EU-Unternehmen solle zeigen, dass Europa "wirtschaftspolitisch etwas gegenzusetzen" habe.

"Aber Instex läuft noch nicht so, wie es sich die deutschen Unternehmen erhofft hatten", bedauerte Treier. "Damit Instex als Vermittlungsstelle funktioniert, müsste der Iran zum Beispiel Öl liefern, etwa nach Italien, damit Forderungen miteinander verrechnet werden können." Denn: "So viele Pistazien und Nüsse kann der Iran nicht verkaufen."