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Türkei-Sanktionen der USA beträfen auch deutsche Betriebe

DIHK sieht zusätzliche Sorgen für vor Ort aktive Unternehmen

(14.06.2019) Im Streit mit der Türkei hat die US-Administration Ankara nun wirtschaftliche Strafmaßnahmen angedroht. Das könne auch für die deutsche Wirtschaft Konsequenzen haben, warnt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

Dr. Volker Treier

Ankündigungen von Sanktionen, die auch exterritorial wirkten, würden "immer stärker zu einer Belastung der international aktiven deutschen Unternehmen", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier dem "Handelsblatt". "Jetzt geht es gegen die Türkei und somit gegen einen in vielerlei Hinsicht wichtigen Handels- und Investitionspartner Deutschlands."

Nach Angaben der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) Türkei seien mehr als 6.000 Unternehmen mit deutscher Beteiligung auf dem türkischen Markt aktiv, berichtete Treier. "Sie haben dort einen Kapitalstock von rund 10 Milliarden Euro aufgebaut, beschäftigen mehr als 130.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielten 2017 einen Jahresumsatz von 31,1 Milliarden Euro."

Die letzten Jahre seien für die deutschen Betriebe jedoch nicht leicht gewesen – der Handel befinde sich auf dem Rückzug, die Investitionen im Land stockten. Zu den größten Herausforderungen zählten aus Sicht deutscher Betriebe unter anderem die hohe Inflation von derzeit knapp 20 Prozent sowie die regulatorische Instabilität in der Türkei, erläuterte der DIHK-Außenwirtschaftschef.

"Diese Rahmenbedingungen haben die bereits länger spürbare Zurückhaltung deutscher Unternehmen bei Neuinvestitionen in der Türkei zuletzt eher noch verstärkt", fuhr er fort. "US-Sanktionen mit möglicher exterritorialer Wirkung verunsichern die deutschen Unternehmen weiter."

Denn sie bedeuteten für die Betriebe die zusätzliche Sorge, ihr US-Geschäft zu verlieren, wenn sie weiter am Türkei-Geschäft festhielten. Treier: "Der aktuelle Negativtrend in den deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen könnte sich somit nochmals beschleunigen."