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Betriebe kommen in der "harten konjunkturellen Realität" an

DIHK-Hauptgeschäftsführer Wansleben zum BIP

(14.08.2019) Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist erstmals seit vielen Jahren gesunken – nicht zuletzt aufgrund internationaler Faktoren. Umso wichtiger ist es nun nach Einschätzung von Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), "die Probleme im Inland anzupacken".

DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben, Foto: Jens Schicke

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, lag das BIP im zweiten Quartal 2019 saison- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent unter dem des Vorquartals.

Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum blieb die Wirtschaftsleistung real unverändert, bereinigt um den Kalendereffekt ergab sich allerdings ein Anstieg um 0,4 Prozent, da im zweiten Quartal 2019 ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als ein Jahr zuvor.

"Die Konjunktur hat sich merklich abgekühlt", kommentiert DIHK-Hauptgeschäftsführer Wansleben die Entwicklung. "Nach dem guten Jahreseinstieg sind die Unternehmen in der harten konjunkturellen Realität angekommen."

Eine Wende sei derzeit nicht in Sicht, bedauert er: "In der DIHK-Konjunkturumfrage berichten die Betriebe von einem deutlich verdunkelten Ausblick. Die Geschäftserwartungen gehen in allen Branchen zurück; die Erwartungen an das Auslandsgeschäft sind so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr."

Gründe sieht er in den "deutlichen Spuren", die internationale Handelskonflikte, Unsicherheiten in zentralen Regionen der Ölversorgung sowie der noch immer ungelöste Brexit hinterlassen. Zudem bekämen die deutschen Hidden Champions im Maschinen- und Anlagenbau Abschwächungen der Weltkonjunktur "sehr früh und stark" zu spüren.

"Umso wichtiger ist es jetzt, die Probleme im Inland anzupacken", mahnt Wansleben. "Die Unternehmen geraten am Standort Deutschland wegen der Belastung mit Steuern und Bürokratie immer mehr unter Druck."

Während die Steuerbelastung für Unternehmen in den westlichen Industrieländern durchschnittlich bei rund 24 Prozent liege, zahlten Personen- und Kapitalgesellschaften hierzulande rund 30 Prozent Unternehmensteuern – teilweise sogar noch mehr. Wansleben: "Wenn wir hier nicht gegensteuern, wird die deutsche Wirtschaft bei nachlassender Konjunktur regelrecht in die Zange genommen."