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Grenzenloser Online-Handel auf dem Vormarsch

DIHK stellt Studie vor und fordert Harmonisierung der Regeln

(05.09.2019) Der weltweite elektronische Handel gewinnt immer mehr an Bedeutung: In einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und des Forschungsinstituts ibi research an der Universität Regensburg gab nur einer von zehn deutschen Online-Händlern an, nicht ins Ausland zu verkaufen und das auch künftig nicht tun zu wollen.

Cover DIHK-ibi-Studie E-Commerce

An der Untersuchung "Internationaler E-Commerce – Chancen und Herausforderungen aus Händlersicht" beteiligten sich 341 deutsche Händler und Hersteller mit Online-Vertrieb.

Die Studie belegt den Boom im internationalen E-Commerce: 66 Prozent der Befragten verkaufen ihre Waren bereits aktiv im Ausland, weitere 17 Prozent sind zwar nicht mit internationalen Shops im Web vertreten, nehmen jedoch über ihre deutsche Verkaufsplattform auch Aufträge von außerhalb Deutschlands an.

Exportiert wird vor allem nach Österreich und Frankreich, in die Niederlande und die Schweiz. Bevorzugter Verkaufskanal ist der eigene Online-Shop. Und der Cross-Border-Handel lohnt sich: Der Erhebung zufolge lassen sich die Umsätze durch grenzübergreifendes Verkaufen um bis zu 15 Prozent steigern.

So gehen dann auch zwei Drittel der Umfrageteilnehmer davon aus, dass der internationale E-Commerce noch weiter zunehmen wird. Allerdings sehen die Händler große Hürden in den rechtlichen Unsicherheiten, die der Shop im Ausland mit sich bringt. Als weitere Hindernisse werden eine zu umfangreiche und komplizierte Zollabwicklung und mögliche Probleme bei der Geltendmachung offener Forderungen genannt.

"E-Commerce öffnet über Plattformen und eigene Online-Shops gerade auch kleineren Unternehmen und Mittelständlern die Tür zu Kunden in der ganzen Welt", fasst Ilja Nothnagel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des DIHK, die Ergebnisse der Erhebung zusammen. "Die neuen Möglichkeiten bringen für die Unternehmen aber auch neue Herausforderungen."

Der DIHK fordere daher eine Harmonisierung der Regelungen für den Versandhandel auf internationaler Ebene, berichtet Nothnagel, und er verweist auf die Unterstützung, die die Industrie- und Handelskammern und Auslandshandelskammern beim Start ins Auslandsgeschäft leisten.

Die kompletten Umfrageergebnisse gibt es rechts oben zum Download.