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Neue Impulse für die Konjunktur "kaum zu erwarten"

Martin Wansleben zur Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2019

(02.10.2019) In ihrem aktuellen Herbstgutachten rechnen die Wirtschaftsforschungsinstitute für 2019 nur noch mit 0,5 Prozent Wachstum. Nach Ansicht von Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), müssen nun im Inland positive Signale gesetzt werden.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben, Foto: Jens Schicke

Wansleben: "Die Konjunktur entwickelt sich in einem unsicheren internationalen Umfeld nur schleppend. Vor allem die Investitionsgüternachfrage ist schwach. Die Industrieproduktion ist seit vier Quartalen rückläufig – das ist ein Alarmsignal. Denn neue Impulse sind angesichts des Brexit und der vielen Handelskonflikte kaum zu erwarten.

Umso wichtiger ist es, dass wir hierzulande positive Signale entgegensetzen. Damit Deutschland ein attraktiver Standort für die Unternehmen bleibt, brauchen die Betriebe bezahlbare Energie, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, einen schnelleren, auch digitalen Infrastrukturausbau und ein wettbewerbsfähiges Steuersystem.

Zu einer Unternehmensteuerreform gehören schnellere Abschreibungen, eine Reduzierung der Steuerlast für reinvestierte Gewinne, weniger Substanzelemente in der Gewerbesteuer sowie die schrittweise Senkung von Steuersätzen."