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"Wir brauchen mehr deutsch-französische Fachkräfte"

Achim Dercks beim Berufsbildungstag in Paris

(08.10.2019) Eine gemeinsame Exzellenzinitiative zur Förderung grenzüberschreitender Mobilität in der Berufsausbildung hat Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), beim 6. Deutsch-Französischen Berufsbildungstag am 8. Oktober in Paris angeregt.

Dr. Achim Dercks, Februar 2017

Vor rund 300 politischen Entscheidern und Wirtschaftsvertretern verwies Dercks darauf, dass der Berufsbildungstag der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer zum ersten Mal im Zeichen des neuen, Anfang 2019 in Aachen unterzeichneten Élysée-Vertrages stehe, der explizit die Kooperation in der Berufsbildung stärke und verankere.

"Um den neu geschaffenen Bildungsartikel im Aachener Vertrag weiter mit Leben zu füllen, plädiere ich für eine gemeinsame Exzellenzinitiative zur Förderung grenzüberschreitender Mobilität in der Berufsausbildung", sagte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Zudem sollten wir länderübergreifende duale Studiengänge mit akademischem und beruflichem Abschluss anstreben", regte er an, "Formate, bei denen deutsche Industrie- und Handels- beziehungsweise Handwerkskammern mit Hochschulen in Deutschland und/oder Frankreich kooperieren."

Dercks: "Wir brauchen mehr deutsch-französische Fachkräfte – im Interesse der Unternehmen, aber auch als ganz konkreten Beitrag, der den Geist des Élysée-Vertrages mit Leben füllt. Unser heutiger Berufsbildungstag wird dafür sicherlich noch weitere Impulse aussenden."

Der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer verwies in Paris auf die neuen Herausforderungen, vor denen die Berufliche Bildung steht: "Digitalisierung und Fachkräftesicherung müssen durchgängig in allen Bildungsbereichen und in einem engen Schulterschluss von Politik, Wirtschaft und weiteren Partnern gemeinsam angepackt werden. Dazu ist es wichtig, neben der beruflichen Aus- und Weiterbildung auch die Schulen in den Blick zu nehmen."

Für die Betriebe seien IT-Kenntnisse ein wichtiges Einstellungskriterium, das Know-how der Azubis etwa zu IT-Sicherheit oder Datenschutz lasse zu Ausbildungsbeginn aber oft zu wünschen übrig, bedauerte Dercks. "Solche Kompetenzen müssen bereits in Schule gefördert werden, um in Betrieb und Berufsschule darauf aufbauen zu können."  Jedoch müssten viele deutsche Schulen modernisiert und digital aufgestellt werden. "Das gilt für Schulinfrastruktur ebenso wie für Qualifizierung der Lehrkräfte."

Die Ausbildungsberufe bereiteten die Jugendlichen überwiegend sehr gut auf die Wirtschaft von morgen vor, berichtete der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. Sie griffen Veränderungen in der Arbeitswelt rasch auf und vermittelten "genau das, was Fachkräfte benötigen, um in Beruf einzusteigen und sich durch lebenslanges Lernen in der digitalen Welt auf dem neuesten Stand zu halten".

Auch die berufliche Weiterbildung müsse auf die neuen Herausforderungen reagieren und tue dies, so Dercks. Etablierte Abschlüsse würden überarbeitet, neue entwickelt. Die IHK-Organisation engagiere sich im Rahmen der Nationalen Weiterbildungsstrategie vor allem für noch bessere Vernetzung der IHK-Weiterbildungsberatung vor Ort und die Stärkung der Höheren Berufsbildung.