Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

  • Schrift:
  • A
  • A
  • A
Sektionen
  • THEMENFELDER
  • BRANCHEN
  • PRESSE
  • WIR ÜBER UNS
  • DIHK IN BRÜSSEL
  • PUBLIKATIONEN
  • IHKTRANSPARENT
  • ENGLISH
  • IHK-FINDER
Hauptrubriklogo Bereichspictogramm

Artikelaktionen

Initiative Energieeffizienz-Netzwerke

Insgesamt 500 neue Energieeffizienz-Netzwerke wollen Bundesregierung und Wirtschaft bis 2020 ins Leben rufen. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten am 3. Dezember 2014 Vertreter von Ministerien und Verbänden.

Initiative Energieeffizienznetzwerke

Das Papier steht rechts zum Download bereit.

"Das Ziel des Nationalen Aktionsplans, Energie noch effizienter einzusetzen, ist auch ein Ziel der Wirtschaft", kommentierte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks die Initiative. Es zähle für Unternehmen zum Geschäft, die eigenen Betriebsabläufe kontinuierlich zu verbessern, den Einsatz von Ressourcen zu mindern und Kosten zu sparen.

Gleichzeitig sei der DIHK der Überzeugung, "dass Unternehmen selbst am besten einschätzen können, an welchen Stellen sie neue technische oder organisatorische Maßnahmen zur Effizienzsteigerung umsetzen". Daher sei der Ansatz des Nationalen Aktionsplans richtig, auf freiwilliges Engagement zu setzen.

Die IHK-Organisation bringt eine Reihe von Erfahrungen in die Vereinbarung mit der Bundesregierung ein. So qualifiziert sie bereits seit 14 Jahren Mitarbeiter von Unternehmen zu Energiemanagern und Energiebeauftragten.

Im Rahmen der Partnerschaft für Klimaschutz, Energieeffizienz und Innovation – einem Projekt von DIHK und Bundesregierung – wurden bis Ende 2013 mehr als 5.000 Betriebe besucht und mit diesen über Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz gesprochen.

Die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz, die der DIHK gemeinsam mit Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium sowie der Handwerksorganisation gestartet hat, bringt über Roadshows aktuelle Trends zur Energieeinsparung in die Regionen. Zusätzlich werden Azubis zu Energiescouts qualifiziert, die in ihren Betrieben gezielt nach Effizienzpotenzialen suchen.

Auch mit verschiedenen Formen moderierter Netzwerke von Unternehmen konnte die IHK-Organisation bereits Erfahrungen sammeln. Auf dieser Basis testet sie einen Standard für die Netzwerkarbeit von kleinen und mittleren Unternehmen. Denn es muss nicht jeder das Rad neu erfinden – gute Kopie ist besser als schlechte Selbsterfahrung.

Denn der Aufbau von Netzwerken ist keine leichte Übung. Die Mitarbeit ist mit nicht unerheblichem Aufwand für alle Beteiligten verbunden, und bei Weitem nicht alle Versuche verlaufen erfolgreich. Umso erfreulicher, dass auch Verbände, Energieversorger und Stadtwerke eigenes Engagement und Wissen einbringen. Vom Austausch der Experten der verschiedenen Partner in der konkreten Netzwerkarbeit wird die Initiative ebenfalls profitieren.

Wichtig sei, dass sich auch die Bundesregierung die Netzwerkinitiative mit der Vereinbarung zu eigen mache, betonte Achim Dercks im Dezember in Berlin. "Denn wir brauchen ein Commitment der Politik, sich auf ein solches Instrument der Basisarbeit einzulassen." Die Wirtschaft wolle sich intensiv engagieren, benötige "aber im Gegenzug das Vertrauen, dass die Politik parallel auf regulatorische Eingriffe zulasten der Wirtschaft verzichtet."

Dercks: "So können wir den gewünschten positiven Rückenwind für das Thema Energieeffizienz in der Öffentlichkeit erreichen und ermöglichen zugleich unternehmensindividuelle und praxistaugliche Lösungen."


Um interessierten Unternehmen die Netzwerkgründung zu erleichtern, hat die Initiative im Juni 2015 einen Praxisleitfaden mit vielen wertvollen Informationen und Umsetzungstipps veröffentlicht. Sie finden den Leitfaden rechts oben zum kostenlosen Download.