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Der Kopenhagen-Prozess

Auf dem Weg zur europäischen Berufsbildung

Der europäische Binnenmarkt ist bereits Realität, und allmählich entwickelt sich auch ein EU-weiter Arbeitsmarkt. Logische Konsequenz ist es, dass nun zügig ein europäischer Bildungsraum etabliert und gestaltet werden muss.

Denn die Unterschiedlichkeit der nationalen Bildungssysteme bildet – neben vielen sozialversicherungsrechtlichen und berufssystematischen Problemen – die größte Hürde für eine grenzüberschreitende Fortsetzung der Bildungskarriere oder einen Arbeitsplatzwechsel ins EU-Ausland.

Nach dem Vorbild des "Bologna-Prozesses" für die Hochschulen, mit dem einheitliche Studienstrukturen eingeführt werden, zielt der so genannte Kopenhagen-Prozess auf einen europäischen Raum der Berufsbildung. Grundlage ist die gleichnamige Erklärung, in der die Bildungsminister aus 32 europäischen Ländern Ende 2002 in der Hauptstadt Dänemarks konkrete Themenfelder und Umsetzungsschritte definierten.

Insbesondere durch die Schaffung eines europäischen Qualifikationsrahmens und die Entwicklung eines Leistungspunktesystems sollen die Systeme der beruflichen Bildung sich einander annähern und besser vergleichbar werden.

Die deutsche Wirtschaft unterstützt den Kopenhagen-Prozess, von dem sie sich zahlreiche Vorteile erhofft: Die Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland wird erleichtert, EU-Geschäftspartner sind einfacher einzuschätzen, und Bundesbürger können innerhalb der Union unkomplizierter eine Arbeit aufnehmen.

Kopenhagen- und Bologna-Prozess sind Teil der im Jahr 2000 von den europäischen Regierungschefs verabschiedeten Lissabon-Strategie, nach der die EU bis 2010 zum "wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt" werden soll.