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Geschäftsklima-Umfrage Kasachstan und Usbekistan

Die jüngsten Reformen in Usbekistan und Kasachstan beflügeln die dortige Wirtschaft – und damit die vor Ort engagierten deutschen Unternehmen. Das zeigt die im April 2018 veröffentlichte Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien (AHK Zentralasien).

Illu Geschäftsklima-Umfrage Kasachstan und Usbekistan 2018

An der Erhebung beteiligten sich 41 Betriebe, die in Kasachstan und Usbekistan rund 5.000 Mitarbeiter beschäftigen und über 830 Millionen Euro umsetzen. Ihre Geschäftserwartungen sind gestärkt; gleichzeitig wächst aber auch der Konkurrenzdruck durch chinesische Anbieter.

Kasachstan steht als wichtigster Markt in Zentralasien traditionell im Fokus deutscher Unternehmen; mit dem hohen Reformtempo in Usbekistan ist aber auch das Interesse an einem Einstieg auf dem chancenreichen usbekischen Markt mit seinen über 30 Millionen Einwohnern sprunghaft angestiegen.

Nachdem die Geschäfte in den beiden zentralasiatischen Staaten für die deutsche Wirtschaft bereits 2017 besser gelaufen sind als im Vorjahr – der bilaterale Handel mit Kasachstan kletterte um 23 Prozent auf rund 5 Milliarden Euro, der mit Usbekistan um 32,5 Prozent auf 600 Millionen Euro –, wird es nach Einschätzung der Betriebe 2018 noch weiter bergauf gehen: 54 Prozent der Befragten rechnen damit, dass sich die kasachische Wirtschaft positiv entwickelt; für Usbekistan erwarten das sogar 84 Prozent.

Ihre eigene Geschäftslage in Kasachstan bewerten die deutschen Unternehmen zu 68 Prozent als "gut" oder sogar "sehr gut", in Usbekistan gilt das für 66 Prozent.

Unter den Risikofaktoren rangiert für über 50 Prozent der Umfrageteilnehmer in Kasachstan das Thema Inflation/Wechselkursrisiken an erster Stelle. Auf Platz zwei landete der bürokratische Aufwand, auf Rang drei die Korruption. In Usbekistan liegen Bürokratie und Inflation/Wechselkursrisiken gemeinsam an erster Stelle, gefolgt von Korruption, Ausschreibungsverfahren und Lokalisierungsanforderungen.

Eine große und steigende Herausforderung stellt für die Betriebe in Kasachstan und Usbekistan zudem die Konkurrenz durch chinesische Staatsunternehmen dar. Lediglich 9 Prozent der befragten Unternehmen in Kasachstan und 16 Prozent in Usbekistan spüren keinen Wettbewerbsdruck aus der Volksrepublik.

In der chinesischen Belt-&-Road-Initiative sehen rund 30 Prozent der Umfrageteilnehmer in erster Linie eine Win-Win-Situation für alle beteiligten Partner oder zumindest die Chance für eine engere Zusammenarbeit in der Region. Gut 70 Prozent der Unternehmen haben hingegen die Sorge, dass vor allem China von der Umsetzung profitieren wird und mit der Initiative seinen politischen Einfluss auf Zentralasien erweitern will.

Weitere Details und die vollständigen Umfrageergebnisse zum Download gibt es auf der Website der AHK Zentralasien unter  www.zentralasien.ahk.de.