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20.07.2018

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DIHK: Endlich über weniger Zölle sprechen

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US-Strafzölle verstoßen gegen internationale Regeln

Treier: Unternehmen benötigen Verlässlichkeit

(12.06.2018) Angesichts der aktuellen Verstimmungen im deutsch-amerikanischen Verhältnis sieht Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die aktuelle DIHK-Prognose für US-Exporte in Gefahr.

Dr. Volker Treier

"Die handelspolitischen Konflikte führen aktuell zu einer erheblichen Verunsicherung der deutschen Unternehmen im Auslandsgeschäft", sagte Treier der Nachrichtenagentur Reuters.

Der jüngste Eklat beim G7-Gipfel habe "gezeigt, wie tief der politische Riss ist und welche Gefahren noch lauern könnten", gab er zu bedenken. "Die US-Importzölle auf Stahl und Aluminium und mögliche weitere Zölle zum Beispiel auf Automobile verstoßen gegen internationale Regeln."

Gleichzeitig belasteten die US-Sanktionen gegen Russland und den Iran auch die deutsche Wirtschaft zunehmend. Treier: "Viele Geschäfte werden aktuell abgewickelt, neue Beziehungen weniger eingegangen, da exterritoriale Strafen seitens der USA drohen." Im US-Geschäft seien diese Irritationen bereits spürbar. "Die deutschen Exporte in die USA sind in diesem Jahr schon leicht rückläufig, seit April sogar mit weiter abnehmender Tendenz."

Die DIHK-Prognose, der zufolge die deutschen Ausfuhren in die Vereinigten Staaten im laufenden Jahr um mehr als fünf Prozent zulegen sollen, sei "angesichts der deutlichen Verstimmung bereits jetzt schon mehr als fraglich", befürchtet der DIHK-Außenwirtschaftschef.

Zumal es nicht nur um die USA gehe: "Laut DIHK-Konjunkturumfrage rechnen deutlich weniger Betriebe als zuletzt mit Zuwächsen im Exportgeschäft", berichtete Treier, und er mahnte: "Die Unternehmen benötigen für ihr Auslandsgeschäft Verlässlichkeit. Deshalb ist es so wichtig, dass die EU sich geschlossen für die Stärkung der WTO und globale Regeln einsetzt."