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DIHK senkt Prognose für den 2018er-Export

Treier: "Das dicke Ende kommt wohl erst noch"

(10.10.2018) Der deutsche Außenhandel hat erneut an Dynamik eingebüßt. Angesichts der gestern veröffentlichten August-Zahlen relativiert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) seine Exportprognose.

Dr. Volker Treier

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lagen die deutschen Ausfuhren im August 2018 zwar noch um 2,2 Prozent über dem Vorjahresniveau, allerdings um 0,1 Prozent unter dem Stand von Juli.

"Der Export dümpelt vor sich hin", kommentierte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier die Entwicklung gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Er befürchtet, dass der Handelskonflikt zwischen den beiden weltweit größten Volkswirtschaften China und USA in den kommenden zwölf Monaten auch hierzulande Spuren hinterlassen wird.  "Das dicke Ende kommt wohl erst noch", sagte er mit Blick auf diesen Zollstreit.

Und: "Wir sind viel zu vernetzt in der Weltwirtschaft, gerade auch mit diesen beiden Ländern, als dass wir uns davon frei machen können." Dies belaste den Außenhandel.

"Unsere Exportprognose ist nicht mehr zu halten", bedauerte Treier vor diesem Hintergrund. Bislang hatte der DIHK für Waren und Dienstleistungen zusammen ein Exportplus von fünf Prozent im laufenden Jahr erwartet. Diese Schätzung werde überarbeitet, berichtete der DIHK-Außenwirtschaftschef.