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Russland-Geschäft: Erwartungen "regelrecht eingebrochen"

Betriebe auch wegen der US-Sanktionen zurückhaltender

(11.06.2019) Mit Skepsis betrachtet Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die aktuelle Verfassung der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen.

Dr. Volker Treier

"Bei deutschen Firmen mit Russland-Geschäft sind die Aussichten derzeit alles andere als rosig", sagte Treier der "Süddeutschen Zeitung". "Nach unseren Umfragen sind die Erwartungen der Unternehmen an das Geschäft in Russland regelrecht eingebrochen." Auch die Exporte der Betriebe seien zuletzt zurückgegangen.

Ein Grund für diese Entwicklung: "Russlands Wirtschaft selbst hält sich zwar wacker, aber es fehlt die Dynamik. Der auch für die deutschen Unternehmen wichtige Modernisierungskurs ist zuletzt ins Stocken geraten."

Zusätzlichen Sand ins Getriebe streuten die amerikanischen Sanktionen gegen Russland, bedauerte der DIHK-Außenwirtschaftschef. "Auch deutsche Unternehmen sind dadurch zurückhaltender geworden, was Investitionen angeht", erläuterte er. Diese Sanktionen seien zwar völkerrechtswidrig, weil sie auch Unternehmen aus Drittstaaten bestraften. Aber sie verfehlten ihre Wirkung nicht.

"Uns fragen viele Firmen, ob sie in Russland investieren können", berichtete Treier. "Wir müssen ihnen dann immer empfehlen, sich das gut zu überlegen – und zu prüfen, ob womöglich Geschäfte in den USA wegen der Sanktionen in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Darauf aufmerksam zu machen, ist wichtig."

Angesichts der Befürchtungen, dass es im Zusammenhang mit der Gas-Pipeline Nord Stream 2 zu weiteren Wirtschaftssanktionen kommen könnte, nannte der DIHK-Außenwirtschaftschef es "umso wichtiger, dass die Bundesregierung und die europäischen Partner an dem Projekt festhalten". Jedoch sei auch eine Eskalation mit weitreichenden Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft derzeit nicht auszuschließen.