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17.11.2017

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DIHK mahnt Koalitionsvertrag für Investitionen an

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DIHK sieht bei "Blue Cards" noch Luft nach oben

Zuwanderung beruflich Qualifizierter erleichtern!

(18.08.2017) Als "gutes Zeichen" wertet Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die steigende Zahl von "Blue Cards", die hierzulande an hochqualifizierte Fachkräfte aus Drittländern vergeben werden.

Dr. Achim Dercks, Februar 2017

Seit Einführung dieser Aufenthaltstitel im August 2012 erteilten die deutschen Behörden mehr als 62.000 Blue Cards. Nach Einschätzung von Achim Dercks ist dies "aber sicher noch deutlich steigerungsfähig".

Es gelte, im Ausland noch stärker für den Arbeits- und Lebensort Deutschland zu werben, mahnte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer gegenüber der "Wirtschaftswoche". "Fachkräfte und mittelständische Unternehmen müssen zudem besser zueinander finden können."

Nach den Erleichterungen der vergangenen Jahre zählten die deutschen Zuwanderungsregelungen nun im internationalen Vergleich zu den liberalsten. "Ein umfassendes neues Einwanderungsgesetz brauchen wir daher nicht", so Dercks, "wohl aber eine größere Übersichtlichkeit und weitere Verbesserungen an einzelnen Stellschrauben."

Er berichtete, dass in den Unternehmen neben Hochschulabsolventen vor allem auch beruflich Qualifizierte fehlten. "Daher sollte deren Zuwanderung erleichtert werden." Zudem müssten die bestehenden Möglichkeiten im In- und Ausland besser kommuniziert und die Verwaltungspraxis transparenter und effizienter gestaltet werden.

"Insbesondere für Unternehmen in strukturschwachen Regionen ist auch das Regel-Einstiegsgehalt der Blue Card von rund 50.000 Euro oftmals zu hoch", gab Dercks zu bedenken. "Ein Punktesystem hingegen würde im Zweifel am Ende sogar mehr Bürokratie für die Unternehmen bedeuten als das aktuelle System – denn heute reicht im Zweifel ein Arbeitsvertrag mit Gehalt oberhalb der Grenzen schon für die Zuwanderung aus."

Ergänzend sei "eine gute Willkommensinfrastruktur" wichtig, fuhr der stellvertretende Hauptgeschäftsführer fort, und er verwies auf die Beteiligung der Industrie- und Handelskammern unter anderem an "Welcome Centern", die Unternehmen und ausländische Fachkräfte bei Fragen zum Leben und Arbeiten in Deutschland unterstützen.