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"Für eine moderne Selbstverwaltung der Wirtschaft"

Symposium zum 150. Geburtstag des DIHK am 8. Juni in Heidelberg

Ein Jubiläum gibt nicht nur Anlass, das Erreichte zu würdigen, sondern auch Gelegenheit, die Gestaltung der Zukunft zu diskutieren. Bei dem Symposium "Für eine moderne Selbstverwaltung der Wirtschaft", zu dem der DIHK anlässlich seines 150. Geburtstages am 8. Juni 2011 in seinen Gründungsort Heidelberg eingeladen hatte, richtete sich der Blick deshalb nach vorn.

So nannte DIHK-Präsident Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann bei seiner Begrüßung zum Symposium in der Heidelberger Print Media Academy nicht nur Beispiele für die in den vergangenen Jahren erfolgte Weiterentwicklung der IHK-Organisation. Er betonte auch: "Von zurückliegenden Erfolgen kann man sich nichts kaufen; vielmehr müssen wir uns als IHK-Organisation fit für die Zukunft halten. Dank des Einsatzes unserer Vorgänger können wir dabei allerdings auf einem soliden Fundament aufbauen."

Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe, betonte die Bedeutung des Engagements von Unternehmen für eine Wirtschaftsordnung mit Freiheit und Verantwortung. Die gesetzliche Mitgliedschaft sei Grundlage für die Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben durch die IHKs, so Niebel. Die Selbstverwaltung habe sich – wie auch Produkte aus Deutschland – als Exportschlager herausgestellt. Besonders hob der Minister die Unterstützung hervor, mit der die IHKs und die AHKs in Nordafrika der Wirtschaft vor Ort Perspektiven eröffneten.

Prof. Dr. Utz Schliesky, Vorstand des Lorenz-von-Stein-Instituts, verwies auf die Veränderungen des wirtschaftlichen wie staatlichen Umfeldes der letzten Jahre und die daraus resultierenden Herausforderungen für die wirtschaftliche Selbstverwaltung. Die IHK der Zukunft werde noch mehr staatliche Aufgaben wahrnehmen, prophezeite Schliesky, und zu einem zentralen Akteur im Bereich der Wirtschaftsverwaltung werden

Wie Selbstverwaltung und Ehrenamt modernisiert werden können, wurde dann in einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion erörtert. Einigkeit bestand darin, dass eine Abschaffung der Selbstverwaltung zu mehr Staat und zu weniger ehrenamtlichem Engagement führen würde. Die Frage, wie man noch mehr Unternehmer zur Mitarbeit gewinnen kann, lag Peter Esser, Präsident der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim, ebenso am Herzen wie Tobias Schuhmacher, dem Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland, der vor allem in den jüngeren Unternehmerinnen und Unternehmern Garanten für eine moderne Selbstverwaltung sieht.

Christine Scheel, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen mahnte an, den Unternehmern den "ehrbaren Kaufmann" und Corporate Social Responsibility als Wert mitzugeben. Für die Arbeit der IHKs wünschte sich Scheel zugleich noch mehr Transparenz.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben betonte die Dringlichkeit, durch Kompetenz und Transparenz auch Vertrauen in die politischen Entscheidungsverfahren zurückzugewinnen. Er rief darüber hinaus die IHK-Organisation auf, die gerade im internationalen Vergleich exzellenten eigenen Leistungen noch deutlicher herauszustellen.

Impressionen von der Veranstaltung

 

Stichwort Selbstverwaltung

Selbst entscheiden, selbst machen, selbst zahlen: Die Selbstverwaltung der Wirtschaft setzt die Ideale von Demokratie und Teilhabe um. Das funktioniert jedoch nur, wenn auch alle Betroffenen mitmachen, also selbst zu Beteiligten werden. Nur dann kann die gesamte Wirtschaft bei der Umsetzung der ihr gesetzlich übertragenen Aufgaben, beispielsweise bei Ausbildungs-, Sach- und Fachkundeprüfungen oder der Ausstellung von Carnets, schlanke Verfahren sichern und ihren Sachverstand bei der Beratung von Politik und Verwaltung einbringen.