DIHK-Forschungsexperte Sebastian Bolay:
11.02.2026 - „Das EFI-Gutachten macht an vielen Stellen deutlich, dass der Innovationsmotor Deutschland stottert. Die Folgen sehen wir täglich in den Betrieben: Die DIHK-Konjunkturumfragen zeigen, dass die Investitionspläne der Unternehmen für Forschung und Entwicklung seit Jahren unterdurchschnittlich sind. Aktuell plant hiernach nicht einmal jedes dritte Unternehmen in Produktinnovationen am Standort Deutschland zu investieren. Damit droht die deutsche Wirtschaft weiter an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Produkte 'made in Germany' werden auf dem Weltmarkt vorrangig gekauft, weil sie qualitativ hochwertig sind. Forschung und Entwicklung in den Betrieben sind eine entscheidende Voraussetzung, um auf den Weltmärkten die Nase vor der Konkurrenz zu haben.
Wir brauchen daher dringend Innovationsbeschleuniger. Die Hightech Agenda zeigt hier gute Ansätze, die Bundesregierung muss sie jetzt auch rasch mit Leben füllen. Zudem muss die Politik unsere strukturellen Innovationsbremsen lösen. Hierzu gehören beispielsweise auch der im Gutachten geforderte Abbau der bürokratischen Hemmnisse im Innovationsprozess, die Verabschiedung des Reallabore-Gesetzes sowie die rasche Ausgestaltung der im Koalitionsvertrag angekündigten IP-Strategie.
Nur so machen wir Deutschland wieder zu einem dynamischen Innovationsstandort.”
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Veröffentlicht 11.02.2026
Pressekontakt
Petra Blum
Pressesprecherin