Rohstoffe: Luftbild zum Tagebau von Sand und Kies

Kreislaufwirtschaft fördern, Rohstoffe sichern

Deutschland ist bei fossilen Brennstoffen, metallischen Rohstoffen und vielen Industriemineralien fast vollständig von Importen abhängig. Um die zunehmenden Risiken abzufedern, gilt es einerseits, Lieferketten zu diversifizieren, andererseits muss das Recycling von Wertstoffen ausgebaut werden.

Verwerfungen in den globalen Lieferketten, politische Instabilität oder schlicht Knappheit verdeutlichen, wie abhängig die deutschen Unternehmen von Rohstoffimporten sind. Zwar haben die heimischen Rohstoffe – zumindest in der Debatte um die Reduzierung von Abhängigkeiten – wieder an Bedeutung gewonnen. Aber weder sie noch der vermehrte Einsatz recycelter Materialien vermögen die notwendigen Importe zu ersetzen.

Rohstoffe sind essenziell für die Wirtschaft in Deutschland – für die industrielle Produktion ebenso wie für die digitale Transformation oder die Energiewende.

Sicherung von Rohstoffimporten

Die DIHK hat sich auf die Fahne geschrieben, ihre Unternehmen durch gezielte Interessenvertretung in Berlin und Brüssel bei der Sicherung von Rohstoffen zu unterstützen, wenn es um die Rahmenbedingungen für die Rohstoffversorgung von Unternehmen geht. Auch die Beratung und Partnervermittlung, die die DIHK gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern  in Deutschland und dem Netzwerk der Auslandshandelskammern (AHKs) in rohstoffreichen Ländern anbietet, hilft Unternehmen bei der Diversifizierung ihrer Lieferquellen.

Anlaufstelle Rohstoffe

Anlaufstelle Rohstoffe

Um das German Mining & Resources Network für Unternehmen leichter zugänglich zu machen, haben DIHK, DERA und GTAI ihre Kräfte gebündelt.

Die Partner haben mit der "Anlaufstelle Rohstoffe" im Sommer 2024 eine zentrale Stelle eingerichtet, in der Unternehmen mit Rohstoffbedarf und Anbieter von Rohstoffen Unterstützung erhalten.

Weitere Infos und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der Website der deutschen Auslandshandelskammern unter www.ahk.de.

Vom Abfall zum Sekundärrohstoff

Wiederverwenden statt wegwerfen: Das Modell der Kreislaufwirtschaft hat nicht nur ökologische, sondern auch zahlreiche ökonomische Vorteile. Die DIHK setzt sich in sowohl bei der EU als auch bei der Bundesregierung für möglichst unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen ein.

Relevant im Themenfeld:
Schwerpunkte:
  • Rohstoffe
  • Umwelt
  • Kreislaufwirtschaft

Alle Inhalte dieses Dossiers

Frau hält Tablet mit Kreislaufwirtschafts-Symbol

Was für eine wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft in Europa wichtig ist

Verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie, ein funktionierender Binnenmarkt für Sekundärrohstoffe und mehr: In zehn Leitsätzen beschreibt die DIHK, wie der "Circular Economy Act" Europas Kreislaufwirtschaft stärken kann, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu gefährden.

Rohstoffe Erzförderung

Resiliente Rohstoffversorgung: Strategien für die Zukunft

Geopolitische Spannungen und Exportbeschränkungen von Lieferländern bedrohen Deutschlands Rohstoffversorgung. Jetzt gilt es, internationale Rohstoffpartnerschaften zu stärken, den heimischen Abbau zu fördern, die Kreislaufwirtschaft auszubauen und innovative Finanzierungsmodelle zu etablieren.

Zinkwürfel

Eckpunkte für eine zukunftsfeste Rohstoffstrategie

Deutschland ist auf Rohstoffimporte angewiesen: Allein bei metallischen Rohstoffen liegt die Einfuhrquote über 90 Prozent. Doch wie kann Versorgungssicherheit gelingen – insbesondere angesichts geopolitischer Spannungen, wachsender Konkurrenz und ambitionierter Klimaziele?

Datum der Veröffentlichung 22.12.2025

DIHK fordert neue Rohstoffstrategie

Zusätzlich zu den bestehenden sind weitere, nachhaltige Instrumente erforderlich – abgestimmt mit der EU und internationalen Partnern

Datum der Veröffentlichung 22.12.2025
Kupferabbau: Atacama Wüste in Nordchile

Gemeinsam für Resilienz – kritische Rohstoffe sichern

Die Rohstoffversorgung droht die Achillesferse der europäischen Wirtschaft zu werden. In einem gemeinsamen Positionspapier beschreibt das "Bündnis Zukunft der Industrie", auf welchen Handlungsfeldern mit welchen Instrumenten gegengesteuert werden kann.

Datum der Veröffentlichung 25.11.2025
Tagebau: Förderung von Kohle in Vietnam

Anlaufstelle Rohstoffe gestartet

Unternehmen in Deutschland, die auf den Import von mineralischen Rohstoffen und Zwischenprodukten angewiesen sind, haben zunehmend Schwierigkeiten, diese zu beschaffen. Unterstützung bietet jetzt die von der DIHK koordinierte "Anlaufstelle Rohstoffe".

Zwei Männer und eine Frau stehen vor Boxen mit sortiertem Elektroschrott

Viele Unternehmen sehen Chancen in der Kreislaufwirtschaft

Eine Transformation der deutschen Wirtschaft zur "Kreislaufwirtschaft" bewerten viele Unternehmen als vorteilhaft für das eigene Geschäft – aber nur unter den richtigen Rahmenbedingungen. Das geht aus einer Befragung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) hervor.

Datum der Veröffentlichung 19.06.2024
Stilisierter digitaler Produktpass auf einem Handy

Der Digitale Produktpass: Potenzial mit vielen Unbekannten

Für das rohstoffarme Deutschland ist die Transformation hin zu einer ressourceneffizienten und zirkulären Wirtschaft von großer Bedeutung. Der Digitale Produktpass (DPP), der 2027 zunächst für Batterien eingeführt wird, kann dabei eine zentrale Rolle spielen, enthält er doch für die...

Leere Einwegbecher

Kommunale Verpackungssteuer: eine neue, zusätzliche Belastung

Trotz politischer Versprechen zum Bürokratieabbau wächst der Aufwand für Unternehmen – besonders durch die neue kommunale Verpackungssteuer. Gastronomie, Handel und Dienstleister sehen sich mit komplizierten Vorgaben, unterschiedlichen Steuersätzen und hohem Verwaltungsaufwand konfrontiert. Der...

"WirtschaftsWissen", Folge 44 – Was steckt hinter dem Digitalen Produktpass?

Woher stammt ein Produkt? Aus welchen Materialien besteht es? Wie groß ist sein CO₂-Fußabdruck, und wie kann es repariert werden? Diese und weitere Informationen soll künftig – von der Herstellung bis zum Recycling – der Digitale Produktpass (DPP) transportieren und damit die...

Datum der Veröffentlichung 04.12.2025
blaue Kunststoff-Rezyklate in Händen

Kreislaufwirtschaftsstrategie: Chancen durch Digitalisierung nutzen

"Die ambitionierten Ziele der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) kann die Politik nur gemeinsam mit der Wirtschaft erreichen", so kommentiert Achim Dercks, stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer, die am 14. Oktober vorgelegten Eckpunkte zur Umsetzung der Strategie.

Datum der Veröffentlichung 14.10.2025
Blau behandschuhte Hand greift nach einer Tastatur im Elektronikschrott

"Elektronikschrottentsorgung in Europa": DIHK überarbeitet Leitfaden

DIHK listet die wichtigsten Regelungen für 34 Länder auf einen Blick.

Einweg-Lebensmittel- und -getränkeverpackungen auf einem Tisch

Mehrweg-Alternative für Essen und Getränke seit 2023 Pflicht

Ob "Coffee to go", Hamburger oder belegte Brötchen: Seit dem 1. Januar 2023 müssen Anbieter ihren Kunden die Wahl zwischen Einweg-Verpackungen und einer wiederverwendbaren Alternative einräumen. Was dabei zu beachten ist, fasst ein DIHK-Merkblatt zusammen.

Leere Plastikflaschen von oben

Merkblatt Verpackungsgesetz

Pfand auf alle Plastikflaschen, verstärkter Einsatz von Recyclaten und mehr: Das novellierte Verpackungsgesetz, das am 3. Juli 2021 in Kraft getreten ist, hat viele neue Vorgaben im Gepäck. Was Betriebe wissen müssen, zeigt ein DIHK-Merkblatt von Februar 2022.

Altautos auf dem Schrottplatz

Sachverständige nach Altfahrzeug-Verordnung

Ausrangierte Kraftfahrzeuge dürfen nach der "Verordnung über die Überlassung, Rücknahme und umweltverträgliche Entsorgung von Altfahrzeugen" (AltfahrzeugV) nur von anerkannten Annahmestellen oder Verwerterbetrieben entsorgt werden.

Ansprechpartner

Petri, Christoph_quer

Christoph Petri

Referatsleiter Umwelt- und Rohstoffpolitik