Reaktion von Volker Treier

Exportwirtschaft verliert weiter, aber Industrieproduktion stabilisiert sich

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zu den Produktions- und Exportzahlen vom November 2025

09.01.2025 - Deutschlands Exportwirtschaft droht, international den Anschluss zu verlieren. Im November 2025 sind die Exportwerte abermals gesunken. Für das Gesamtjahr 2025 prognostiziert die DIHK einen Rückgang der Exporte um 1 Prozent. Problematisch bleibt auch im neuen Jahr die Beziehung zu unserem wichtigsten Exportland, den USA. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass China die Rolle unseres wichtigsten Handelspartners wieder übernimmt. Denn auch bei den Lieferungen in das Reich der Mitte wachsen die Bäume nicht den Himmel: Die DIHK rechnet hier nur mit einer schwarzen Null.

Immerhin weisen die gestiegenen Importe und auch die überwiegend erfreulichen Zahlen bei der Industrieproduktion darauf hin, dass im Inland wieder etwas mehr investiert und produziert wird. Insgesamt sind das erste Anzeichen für eine nachhaltige Stabilisierung der Industrie zum Jahresende, allerdings liegt noch ein langer Weg vor uns, bis wieder alte Produktionsniveaus erreicht werden können.

Jetzt ist entschlossenes Handeln gefragt: Unsere Wettbewerbsfähigkeit muss durch verlässliche, investitionsfreundliche Rahmenbedingungen gestärkt werden. Zugleich gilt es, die Abhängigkeit von einzelnen Handelspartnern zu reduzieren und neue Märkte zu erschließen – insbesondere in Indien, Indonesien und weiteren Ländern Südostasiens. Neue Freihandelsabkommen sind dafür ein zentraler Schlüssel. 

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Sven Ehling

Pressesprecher | Visuelle Kommunikation